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Rand Refinery (Pty) Ltd.

Die südafrikanische Rand Refinery im Höhenzug Witwatersrand, der für seine enorm reichen Goldvorkommen bekannt ist, kann bereits auf fast 100 Jahre Geschichte zurückblicken. Sie wurde 1920 von der Transvaal Chamber of Mines gegründet, um das in den Minen Südafrikas gewonnene Gold und Silber zu raffinieren. Im Jahr darauf erlangte die Raffinerie für ihre 400-Unzen-Goldbarren erstmals die Akkreditierung für den Good Delivery Status der LBMA.

Seit der Gründung wurden durch die Rand Refinery nunmehr über 50.000 Tonnen Gold verarbeitet, was nahezu einem Drittel der bisher weltweit geförderten Menge entspricht. Bis heute hat sich die Edelmetallraffinerie einen beständig guten Ruf für ihre Vertrauenswürdigkeit und die tadellose Qualität geschaffen. Sie verfügt über Akkreditierungen an allen anerkannten Edelmetallbörsen der Welt und ist einer von nur fünf offiziellen Sachverständigen der LBMA.

Neben dem Schmelzen und der Raffination von Edelmetallen umfasst das Leistungsspektrum der Rand Refinery die Verarbeitung der Nichtedelmetalle Kupfer und Nickel sowie die Behandlung von leicht radioaktivem Material. Zudem bietet das Unternehmen die Logistik samt hochsicherem Transport und Verwahrung von hochwertigen Gütern und die Evaluierung und Analyse eben solcher. Auch die Herstellung von Halbzeugen für die Schmuckindustrie und von Rohlingen für Münzprägestätten wie die South African Mint sind Teil des breiten Geschäftsfeldes.

Höchste Anerkennung und Bekanntheit erlangte die Rand Refinery jedoch nicht zuletzt durch die Ausgabe des Krügerrands – der ersten und ältesten Goldmünze, die zu reinen Anlagezwecken geprägt wurde. Die Rohlinge der international meistgehandelten Anlagemünze werden ausschließlich von der Edelmetallraffinerie gefertigt, von der South African Mint mit äußerster Präzision geprägt und wiederum durch die Rand Refinery vermarktet.

Investment-Check: Goldmünzen

Schon seit vielen Jahrhunderten zählen Münzen zu den begehrtesten Sammelobjekten. Doch nicht nur passionierte Sammler, auch Anleger setzen seit geraumer Zeit auf diese Form des Edelmetalls. So wird zwischen Sammel- und Anlagemünzen unterschieden. „Anlagemünzen werden ähnlich wie Goldbarren vor allem zu Investmentzwecken gehandelt. Der Sammelgedanke ist hierbei untergeordnet“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Barren oder Münzen?

Als Anlagemünzen gelten sowohl eigens zu Investmentzwecken produzierte Münzen als auch ältere Umlaufgoldmünzen, die früher tatsächlich als Währung dienten. Letztere kommen allerdings nur infrage, wenn von ihnen noch eine hohe Stückzahl verfügbar ist, denn nur dann liegt ihr Wert dicht am Goldpreis. Gibt es von ihnen nur noch wenige Exemplare, fallen sie in die Kategorie der Sammelmünzen und werden über dem reinen Materialwert gehandelt. In einigen anderen Ländern zahlen Anleger auf Goldmünzen, anders als auf Barren, keine Steuern. In Deutschland spielt es letztendlich keine Rolle, ob sich Käufer für Goldmünzen oder für Barren entscheiden, denn Anlagegold ist hier in jeglicher Form steuerfrei. Wer Spaß am Sammeln hat, kann sein Edelmetallportfolio hierzulande also auch problemlos mischen. „Wir empfehlen immer, die Produkte zu kaufen, die am dichtesten am Goldpreis gehandelt werden. Bei einem späteren Verkauf bringt alles denselben Preis pro Gramm. Je günstiger Anleger einkaufen, umso höher ist nach einem Kursanstieg also ihr Gewinn“, weiß Dominik Lochmann.

Besonders begehrt

Als beliebte Anlagemünzen gelten die südafrikanischen Krügerrands, die kanadischen Maple Leafs und die australischen Känguru-Goldmünzen. Erstmals 1967 produziert, stellt der Krügerrand die wohl bekannteste Goldmünze der Welt dar. Aufgrund seiner 22 Karat Goldlegierung mit Kupferbeimischung gilt er außerdem als ausgesprochen robust. Maple Leaf und Känguru zählen mit einem hohen Goldgehalt von 999,9 zu den Feingoldmünzen. Beide sind ebenfalls international bekannt und werden dicht am Goldpreis gehandelt. Bei den Umlaufgoldmünzen gehören die alten preußischen Kaiserreich-Goldmünzen, die englischen Sovereigns, die Schweizer Vrenelis und die alten französischen Franc-Goldmünzen zu den Favoriten der Anleger. „Ihren Charme macht aus, dass sie vor langer Zeit tatsächlich als Währung genutzt wurden. Sie haben somit schon zwei Weltkriege und andere historische Ereignisse überstanden. Ob sich Anleger nun allerdings für eigens produzierte Investmentmünzen oder für die älteren Umlaufmünzen entscheiden, ist Geschmackssache“, erklärt Dominik Lochmann abschließend.

Goldmünzen Lunar I und II

Lunar_Composing_webLunar I
Von 1996 bis 2007 brachte die australische Prägeanstalt Perth Mint erstmals eine Münzserie mit dem Namen Lunar auf den Markt. Diese Goldmünzenserie besteht aus insgesamt 12 Ausgaben und beschäftigt sich mit den Tierkreiszeichen des chinesischen Lunarkalenders. Anders als im uns geläufigen Gregorianischen Kalendersystem mit den konstanten 12 Tierkreiszeichen, wechseln die des chinesischen Bauernkalenders jährlich in einem 60-Jahre-Zyklus. Jedes neue Jahr wird demnach einem einzigen Tier zugeordnet. Die Lunar I Serie besteht, gemäß des Kalenders, demnach aus folgenden Motiven:

Ratte (1996), Ochse (1997), Tiger (1998), Hase (1999), Drache (2000) Schlange (2001), Pferd (2002), Ziege (2003), Affe (2004), Hahn (2005), Hund (2006), Schwein (2007).

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Die Queen altert auch auf Münzen – ab Mitte 2015 ziert ein neues Portrait britische Pfund- und Pennymünzen

Composing-elisabethAnfang März 2015 machte die Ankündigung der Royal Mint, ab sofort Pfundmünzen mit einem neuen und aktuellen Porträt der britischen Königin Elizabeth II. herauszubringen, weltweit Schlagzeilen.

Nach 1998 werden im Laufe der nächsten Monate immer mehr Münzen mit dem, insgesamt fünften, Abbild der Monarchin die Geldbeutel der Briten füllen.

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