Schlagwort-Archive: Gold

Gussbarren – einzigartig und charaktervoll

Die Geschichte eines jeden gegossenen Barrens beginnt mit einer leicht großzügig abgewogenen Portion Granulat. Denn um das gewünschte Barrengewicht keinesfalls zu unterschreiten, wird meist ein Edelmetallkörnchen mehr eingewogen. Je nach Edelmetall wird das hochreine Granulat bei der entsprechenden Temperatur in einem Graphittiegel eingeschmolzen. Bei Feinsilber wird eine Temperatur von circa 1.000°C benötigt, da es bei 961,8°C schmilzt. Der Schmelzpunkt von Feingold liegt bei 1064°C, sodass die verwogene Portion entsprechend bei etwa 1.100°C in den flüssigen Zustand gebracht wird.

Das nun flüssige Edelmetall wird in eine vorbereitete Barrengussform aus Eisen oder ebenfalls Graphit gegeben. Während des Eingießens unterstützt eine Gasflamme, welche die Gussform erhitzt, ein gleichmäßiges Oberflächenbild des Barrens. Einige Barrenhersteller setzen für eine effizienzoptimierte Produktion gegossener Barren bereits Gießroboter ein, die minutiös geplant und präzise jeden Schritt durchführen. Alternativ kann das Granulat ebenfalls direkt in der Form geschmolzen werden. Somit können je nach verwendeter Ofenanlage mehrere gegossene Edelmetallbarren gleichzeitig produziert werden.

Unter Herausbildung von feinen Unregelmäßigkeiten und Linien erstarrt das wertvolle Edelmetall recht zügig in seine gewünschte, feste Form und kann in einem Wasserbad abgekühlt werden. Eben jene Unvollkommenheiten, die sich während des Erstarrens entwickeln, machen den speziellen Charme und die Einzigartigkeit der gegossenen Unikate aus und erlauben es, den Barren guten Gewissens in die Hand zu nehmen.

Im nächsten Schritt werden Gussergebnis und Gewicht der frisch gegossenen Schätze kontrolliert. Optisch nicht einwandfreie und untergewichtige Barren werden direkt ausgesondert und recycelt. Bei übergewichtigen Barren wird mit einem kleinen Schabwerkzeug ein feiner Span abgetragen, sodass das Gewicht exakt den Vorgaben entspricht. Regelmäßige Stichproben, die im Labor analysiert werden, garantieren zudem die Reinheit der Gussbarren.

Nach überstandener Gewichts- und Qualitätsprüfung werden die Edelmetallbarren mittels einer pneumatischen oder hydraulischen Presse oder mit Hilfe einer Handspindelpresse unter hohem Druck und mit einem Prägestempel abschließend mit dem Logo des Herstellers, weiteren notwendigen Angaben wie Reinheit und Gewicht und eventuell mit einer Seriennummer versehen.

Aufgrund des relativ aufwendigen Herstellungsprozesses und der hohen verbundenen Kosten werden Gussbarren für gewöhnlich erst ab einem Gewicht von 100g Silber oder 250g Gold produziert. Kleingewichtigere Ausführungen werden bevorzugt als geprägte Barren hergestellt. Allerdings gibt es bedingt durch die hohe Beliebtheit von Gussbarren durchaus auch kleine Varianten wie die Goldknuffel der ESG in 10g, 1oz oder 50g.

Um als Anlagegold zu gelten und mehrwertsteuerfrei verkauft werden zu können, sind die Angaben zu Hersteller, Feingehalt und Barrengewicht zwingend erforderlich. Ebenso ist die Form für die Wertung von Bedeutung, denn für die Mehrwertsteuerbefreiung zulässig ist Gold nur in Barren- oder Plättchenform.

Da Silberbarren grundsätzlich besteuert werden, sind der Fantasie bezüglich der Form keinerlei Grenzen gesetzt. So erhalten Sie bei der ESG unter anderem ganz besondere, handgegossene 3D-Motivbarren aus Silber in Form von Herzen, Sternen, Teddys und vielem mehr, die sich hervorragend als Geschenk eignen.

Umicore

Der belgische Konzern Umicore in Hoboken gehört weltweit zu den Hauptakteuren in Sachen industrielles Edelmetallrecycling und unterhält zahlreiche Niederlassungen unter anderem in Deutschland. Die Firmenhistorie reicht weit in die Vergangenheit zurück und beginnt in Belgien Ende des 19. Jahrhunderts. Das Unternehmen bereitet heute hauptsächlich Elektronikschrott und Katalysatoren auf. Des Weiteren raffiniert es hochreine Metalle, beliefert damit die Automobil- und Elektronikindustrie und ist im Batterie-Recycling tätig.

Im Jahre 2003 übernahm Umicore den Edelmetallbereich der Degussa und stellt seitdem bei der niederländischen Tochtergesellschaft Schöne Edelmetaal B.V. Barren in alter Degussa-Manier her. Die Goldbarren wurden zunächst noch mit dem etablierten Degussa-Logo versehen, seit 2005 werden sie form- und abmaßidentisch jedoch mit dem konzerneigenen Umicore-Logo produziert.

Die Barren des auf der LBMA Good Delivery Liste verzeichneten Herstellers werden in den Gewichten 1g, 2,5g, 5g, 10g, 20g, eine Unze, 50g und 100g im Querformat geprägt hergestellt und entweder lose in Folie oder geblistert angeboten. Klassische Gussbarren gibt es in den Gewichten 100g, 250g, 500g und 1000g.

Die geprägten Barren eignen sich durch ihr Querformat und die neutrale, prägungsfreie Rückseite hervorragend zum Gravieren. Aus diesem Grund verwendet die ESG diese Barren ebenfalls für den hauseigenen Gravurservice.

Krügerrand – eine Erfolgsgeschichte in Rotgold

Der Krügerrand gilt als die erste und somit älteste rein zu Anlagezwecken geprägte Goldmünze. Sie wurde 1967 mit dem Ziel entwickelt, der allgemeinen Bevölkerung eben jene Vermögenswerte zugänglich zu machen, die durch den südafrikanischen Goldabbau gewonnen wurden. Der Nennwert eines Gold-Krügerrands wird traditionell in Unzen angegeben, um zu verdeutlichen, wie nah der Wert am tatsächlichen Goldpreis liegt. Auch garantiert die staatliche South African Reserve Bank jederzeit einen Ankauf zum jeweils tagesaktuellen Goldkurs.

Um die Münze lange handelbar und robust zu gestalten, besteht ein klassischer Krügerrand im Gegensatz zu den später entwickelten Feingold-Pendants wie Maple Leaf oder Australian Kangaroo aus der lange bewährten 22-Karat-Rotgoldlegierung mit Zugabe von 8,34% Kupfer. Da der Feingoldgehalt des Krügerrands exakt eine Feinunze (31,1g) beträgt, kommt er somit insgesamt auf ein Gewicht von 33,93g. Seit 1980 haben sich als Standardgrößen neben der typischen 1oz-Version die kleineren Größen 1/2oz, 1/4oz und 1/10oz etabliert. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Erfolgsmünze im Jahre 2017 sowie im darauffolgenden Jahr wurden die Sondergrößen 50oz, 5oz, 2oz, 1/20oz, 1/50oz sowie limitierte Sonderausgaben in Silber und Platin hergestellt. Ab August 2018 gibt es den Krügerrand nun offiziell auch als silberne Bullionmünze.

Die zeitlosen Motive auf Avers und Revers der Münze haben sich in den über 50 Jahren seit ihrer Einführung kaum verändert. Auf der Bildseite befindet sich seit jeher das Abbild von Paul Kruger – dem ehemaligen Präsidenten der Südafrikanischen Republik – umrahmt von der Landesbezeichnung auf Afrikaans und Englisch. Kruger dient ebenfalls als Namensgeber für die berühmteste Anlagemünze der Welt. Der zweite Teil des Namens geht auf die offizielle südafrikanische Währung Rand zurück.

Die Wertseite des Krügerrands zeigt das Wappentier Südafrikas – die afrikanische Springbock-Antilope „Randy“ – auf einem detaillierten Ausschnitt der Halbwüste Karoo. Oberhalb des Springbocks befindet sich der Name der Münze. Zu beiden Seiten des Wappentiers stehen links das Jahrhundert und rechts das Prägejahr. Der Steppenausschnitt wird von der zweisprachigen Angabe des Edelmetalls auf Afrikaans und Englisch und dem entsprechenden Gewicht in Unzen umfasst. Auf der silbernen Version der Bullionmünze befindet sich zusätzlich zur Gewichtsangabe der Nominalwert R1 – 1 Rand. Rechts der Steppe ist das Kürzel CLS des Bildhauers Coert Steynberg zu sehen, der das weltberühmte Springbockmotiv entwarf. Seit 2017 befindet sich links unterhalb der Antilope zudem der Miniaturschriftzug „Krugerrand“.

Von seiner Geburtsstunde an als optimal handelbare Ein-Unzen-Ausgabe wurde der Krügerrand bis heute bereits über 60 Mio. Mal in unterschiedlichen Ausführungen und Größen produziert. Seit die Deutsche Bank 1969 zum ersten internationalen Distributor der weltweit akzeptierten und handelbaren Bullionmünze wurde, geht nahezu jeder dritte Krügerrand nach Deutschland.

Sie erhalten den Krügerrand bei der ESG stets zum aktuellen Preis in Abhängigkeit vom jeweiligen Gold- oder Silberkurs.

Investment-Check: Goldmünzen

Schon seit vielen Jahrhunderten zählen Münzen zu den begehrtesten Sammelobjekten. Doch nicht nur passionierte Sammler, auch Anleger setzen seit geraumer Zeit auf diese Form des Edelmetalls. So wird zwischen Sammel- und Anlagemünzen unterschieden. „Anlagemünzen werden ähnlich wie Goldbarren vor allem zu Investmentzwecken gehandelt. Der Sammelgedanke ist hierbei untergeordnet“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Barren oder Münzen?

Als Anlagemünzen gelten sowohl eigens zu Investmentzwecken produzierte Münzen als auch ältere Umlaufgoldmünzen, die früher tatsächlich als Währung dienten. Letztere kommen allerdings nur infrage, wenn von ihnen noch eine hohe Stückzahl verfügbar ist, denn nur dann liegt ihr Wert dicht am Goldpreis. Gibt es von ihnen nur noch wenige Exemplare, fallen sie in die Kategorie der Sammelmünzen und werden über dem reinen Materialwert gehandelt. In einigen anderen Ländern zahlen Anleger auf Goldmünzen, anders als auf Barren, keine Steuern. In Deutschland spielt es letztendlich keine Rolle, ob sich Käufer für Goldmünzen oder für Barren entscheiden, denn Anlagegold ist hier in jeglicher Form steuerfrei. Wer Spaß am Sammeln hat, kann sein Edelmetallportfolio hierzulande also auch problemlos mischen. „Wir empfehlen immer, die Produkte zu kaufen, die am dichtesten am Goldpreis gehandelt werden. Bei einem späteren Verkauf bringt alles denselben Preis pro Gramm. Je günstiger Anleger einkaufen, umso höher ist nach einem Kursanstieg also ihr Gewinn“, weiß Dominik Lochmann.

Besonders begehrt

Als beliebte Anlagemünzen gelten die südafrikanischen Krügerrands, die kanadischen Maple Leafs und die australischen Känguru-Goldmünzen. Erstmals 1967 produziert, stellt der Krügerrand die wohl bekannteste Goldmünze der Welt dar. Aufgrund seiner 22 Karat Goldlegierung mit Kupferbeimischung gilt er außerdem als ausgesprochen robust. Maple Leaf und Känguru zählen mit einem hohen Goldgehalt von 999,9 zu den Feingoldmünzen. Beide sind ebenfalls international bekannt und werden dicht am Goldpreis gehandelt. Bei den Umlaufgoldmünzen gehören die alten preußischen Kaiserreich-Goldmünzen, die englischen Sovereigns, die Schweizer Vrenelis und die alten französischen Franc-Goldmünzen zu den Favoriten der Anleger. „Ihren Charme macht aus, dass sie vor langer Zeit tatsächlich als Währung genutzt wurden. Sie haben somit schon zwei Weltkriege und andere historische Ereignisse überstanden. Ob sich Anleger nun allerdings für eigens produzierte Investmentmünzen oder für die älteren Umlaufmünzen entscheiden, ist Geschmackssache“, erklärt Dominik Lochmann abschließend.

Valcambi SA

Die Schweizer Edelmetallraffinerie Valcambi widmet sich seit 57 Jahren der Raffination und Verarbeitung von Edelmetallen. Die Firma gehört zu den größten Goldbarrenproduzenten der Welt und verschickt ihre Edelmetallprodukte rund um den Globus. Das hochgradig zertifizierte Unternehmen – unter anderem durch die LBMA und den LPPM – beliefert internationale Banken und Edelmetallhändler mit Barren unterschiedlicher Gewichte und Ausprägungen. Zu erkennen sind die Barren, die oft nicht das Valcambi-Logo sondern das Kundenlogo zeigen, am kleinen, bescheidenen „CHI Essayeur Fondeur“-Schmelzerzeichen der Firma.

Die Ursprünge des Unternehmens reichen ins Jahr 1961 zurück, als die Raffinerie unter dem Namen Valori & Cambi in Balerna im Schweizer Tessin gegründet wurde. Stark gewachsen ist die Firma dann ab 1968 mit der Übernahme durch die Credit Suisse und die darauffolgenden Akkreditierungen für die LBMA und COMEX. Einige Zeit lang gehörte Valcambi dann zu Newmont Mining und seit 2017 der GGR – Global Gold Refineries Ltd., der Muttergesellschaft des größten indischen Goldhändlers.

Das Leistungsspektrum der Valcambi SA umfasst, neben der Raffination und Herstellung von hochwertigsten fertigen und halbfertigen Edelmetall- und Investmentprodukten, Lösungen zur bankenunabhängigen Lagerung von Edelmetallgütern. Des Weiteren steht das Unternehmen Kunden mit logistischer Kompetenz und Finanzierungsangeboten zur Seite. Im hochmodernen Testlabor prüft und gewährleistet Valcambi mit akkreditierten Testmethoden nach ISO/IEC 17025 die Reinheit von Edelmetallprodukten und sichert die herausragenden Produktions- und Umweltstandards des Unternehmens.

Besonderen Wert legt die Edelmetallraffinerie auf vollkommene Transparenz bezüglich aller Prozesse, eine auf Nachhaltigkeit bedachte Produktion und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Das lückenlos dokumentierte und durch unabhängige Auditoren geprüfte Valcambi Green Gold ist von der Mine bis zum fertigen Produkt nachvollziehbar. Es wird ausschließlich in Minen geschürft, die strengsten Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards genügen und für eine strikte Einhaltung aller Menschenrechte stehen.

In den letzten Jahren entstanden aus der Kooperation zwischen Valcambi und der ESG zahlreiche Projekte und innovative neue Investmentprodukte. So werden unter anderem die durch die ESG patentierten CombiBar® Tafelbarren von Valcambi nicht nur produziert, sondern auch international vertrieben. Als neuestes Gemeinschaftsprodukt sind nun die nachhaltig produzierten Responsible-Gold Auropelli-Barren in unterschiedlichen Größen zwischen 1 Gramm und 100 Gramm erhältlich.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf www.Responsible-Gold.de

Indiens Liebe zu Gold

Indiens Liebe zu Gold

Hunderte Millionen Menschen in Indien kaufen jährlich Gold für sich selbst oder ihre Liebsten. So vielfältig das Land in Bezug auf Sprachen, Dialekte oder Glaubensrichtungen auch ist, in einer Hinsicht herrscht Einigkeit – Gold spielt eine ganz zentrale Rolle. Und die Liebe zum edlen Metall wurzelt in Indien tief.

Gold gilt im Hinduismus als Zeichen für Reichtum und Wohlstand, aber auch als Glück verheißender Schatz und wird deshalb mit Vorliebe zu traditionellen und religiösen Festivitäten gekauft. Als bedeutendstes religiöses Ereignis zählt das zwischen Ende Oktober und Anfang November stattfindende, mehrtägige Lichterfest Diwali. Zu Beginn des Festivals werden neue alltägliche Dinge wie Kleidung oder Kochutensilien sowie Wertgegenstände und Schmuck gekauft. In reich geschmückten und mit Öllampen und Kerzen beleuchteten Häusern wird so unter anderem Lakshmi, der Göttin der Fruchtbarkeit, des Glücks und Wohlstands gehuldigt. Makara Sankranthi, Akshaya und Dussehra sind weitere traditionelle Festivals, die den indischen Goldmarkt antreiben. Mit circa 563 Tonnen verkauftem Schmuck 2017 gilt Indien, nur übertroffen durch China, bereits seit Jahren als zweitgrößter Markt der Welt.

Zu den wichtigsten Anlässen, um Gold zu kaufen, zählen jedoch gesellschaftliche und familiäre Ereignisse wie Geburtstage oder Hochzeiten. Laut einer ICE360°-Umfrage zum Konsumverhalten indischer Bürger, gilt das Verschenken mit 46% sowie die Mitgift bei einer Hochzeit mit 26% als vordergründiges Motiv für den Kauf von Gold. Bei geschätzt acht bis zehn Millionen Eheschließungen pro Jahr ist es folglich kaum verwunderlich, dass nahezu die Hälfte des Golderwerbs in Indien, ob in Form von Schmuck, Barren oder Münzen, als Geschenk gedacht ist und die Verkäufe zu Zeiten der Hochzeitshochsaison von April bis Mai und von September bis Januar gipfeln.

Neben der beträchtlichen Größe des indischen Schmuck- und Goldmarktes ist dieser extrem vielfältig und entwicklungsreich. Während der Süden und Osten Indiens fast ausschließlich auf traditionellen 22 Karat Goldschmuck setzt, ist man im Westen und Norden flexibler und offen gegenüber 18- und 14-karätigem und mit Edelsteinen besetztem Schmuck. Der private Goldbesitz ist in ländlichen Gebieten deutlich höher und überwiegend schmuckbasiert. In urbanen Gegenden hingegen zeichnet sich eine steigende Präferenz für Gold in Form von Barren und Münzen ab. Analysen des World Gold Councils zufolge steigt die Nachfrage nach Gold unter anderem parallel zum Einkommen. Bei einem Bevölkerungsanteil von 45% an unter 25-jährigen sind in jedem Fall große demografische Bewegungen und ein starker Aufschwung der Wirtschaft zu erwarten. Der fest verankerte Traditionalismus und das fortwährende, menschliche Bedürfnis nach Sicherheit werden zudem dazu beitragen, dass Indiens Liebe zu Gold ungebrochen bleibt.

Bildquelle: Adobe Stock

The Perth Mint

The Perth Mint

Australien gilt als zweitgrößter Produzent und als größter Exporteur von Barren aus frisch abgebautem und raffiniertem Golderz weltweit. Mit einer Prozesskapazität von 700 Tonnen Gold jährlich, verarbeitet die seit 2003 von der LBMA zertifizierte Perth Mint als eine der effizientesten Raffinerien der Welt über 92% des in Australien und im Asien-Pazifik-Raum gewonnen Goldes.

Aufgrund der großen Goldvorkommen in der Umgebung gründete der Visionär und erste Premierminister Westaustraliens Sir John Forrest die Perth Mint als dritte australische Filiale der britischen Royal Mint. Bis zur Abschaffung des Goldstandards in Großbritannien 1931 wurden dort circa 106 Millionen Sovereigns und 735.000 halbe Sovereigns als Umlaufmünzen für den australischen und britischen Zahlungsverkehr geprägt. Der Fokus der Münzprägestätte schwenkte danach für kurze Zeit um auf die Produktion von Feingoldbarren, bis von der Schatzkammer des Britischen Commenwealth aus der australischen Hauptstadt Canberra im Zuge des Krieges Hilfe bei der Produktion von australischem Münzgeld erbeten wurde.

1957 wurde in der Perth Mint das womöglich reinste Gold mit einem Reinheitsgrad von nahezu 999,999 erzeugt, woraufhin die äußerst beeindruckte Royal Mint etwas Gold als Messlatte für ihren eigenen Produktionsstandard anforderte. Die Perth Mint blieb unter britischer Obrigkeit bis die Führung zum 1. Juli 1970 an die Westaustralische Regierung übergeben wurde.

Ein bedeutender Schritt in der Geschichte der Perth Mint war die Übernahme durch die staatliche Gold Corporation, wodurch es ihr nun in Absprache mit der Schatzkammer des Commonwealth erlaubt war, Investoren und Sammlern weltweit in Australien als Zahlungsmittel zugelassene Münzen aus Gold, Silber und Platin anzubieten. In einer glänzenden Zeremonie wurde im April 1987 die goldene Münzserie Australian Nugget präsentiert.

Heute zählt die Perth Mint mit Akkreditierungen von den fünf bedeutendsten Goldhandelsbörsen fraglos zur weltweiten Elite der Münzprägeanstalten und kann neben dem Australian Nugget – seit 2008 bekannt als Kangaroo – eine sehr hohe Nachfrage an den hauseigenen Serien Australian Kookaburra und Koala in Silber, dem Platypus in Platin und der bekannten Lunar-Reihe in Gold und Silber verzeichnen. Seit diesem Jahr befinden sich mit den Rectangle Coins Gold und Silver Dragon die ersten rechteckigen Anlagemünzen der Münzprägeanstalt auf dem Markt. Als einer der größten Exporteure Australiens liefert die Perth Mint jährlich Gold-, Silber- und Platinbarren und -münzen im Wert von 18 Milliarden Dollar an Investoren aus über 100 Ländern.

Ringe für die Ewigkeit

Ringe für die Ewigkeit

Verlobte stehen bei der Planung ihrer Hochzeit immer wieder vor schwierigen Entscheidungen. Wo findet die Feier statt? Wer wird eingeladen? Und: Welche Eheringe sollen die Liebe besiegeln? Diese Entscheidung will gut überlegt sein, schließlich bleiben die Ringe − wie im Idealfall auch der Partner − für immer. Doch bei all den unterschiedlichen Materialien und Designs fällt die Auswahl oft schwer. Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG, verrät, worauf zukünftige Ehepartner bei der Wahl ihrer Eheringe achten sollten.

Klassiker aus Gold

Viele setzen bei ihren Eheringen auf eine zeitlose und elegante Variante aus Gold. Da das Edelmetall in Reinform sehr weich ist, verleihen beigemischte Metalle wie Platin und Palladium, aber auch Silber und Kupfer dem Schmuck eine höhere Stabilität. Je nach Mischverhältnis entstehen diese sogenannten Legierungen in verschiedenen Farbtönen. Typisches Gelbgold setzt sich zum Beispiel neben Gold zu gleichen Teilen aus Kupfer und Silber zusammen. Auch Weißgold, das unter anderem Palladium enthalten kann, erfreut sich großer Beliebtheit. Im Normalfall schimmert diese Legierung gelblich-gräulich. Deshalb kommt oft noch eine sogenannte Rhodinierung zum Einsatz. „Dabei wird der Ring mit einem dünnen Metallfilm aus Rhodium überzogen, um einen silbrigen Glanz zu erzeugen. Im Laufe der Zeit nutzt sich die Beschichtung jedoch ab und muss erneuert werden“, erklärt Lochmann. Im Trend liegen auch wieder Ringe aus Roségold, einer Legierung mit einem etwas höheren Kupferanteil, der für einen rötlichen Schimmer sorgt. Neben der Farbe spielen auch Kriterien wie die Beständigkeit eine wichtige Rolle. Hier kommt es auf das richtige Material an, denn einige Edelmetalle sind härter und widerstandsfähiger als andere. So gilt zum Beispiel Platin als besonders robust und wenig anfällig für Gebrauchsspuren und Abrieb. Außerdem eignet es sich aufgrund seiner hohen Hautverträglichkeit gut für Allergiker.

Zeitlose Designs

Beim Eheringkauf sollten die Verlobten zudem bedenken, dass sich das ästhetische Empfinden mit der Zeit verändern kann. Was für jemanden heute als hübsch gilt, sagt ihm oder ihr in mehreren Jahren vielleicht nicht mehr zu. Deshalb stellen schlichte, zeitlose und bequeme Designs eine sichere Wahl dar. Falls die Ringe trotzdem irgendwann nicht mehr gefallen, bieten manche Goldschmiede an, sie nachträglich zu verändern. „Sollte das Eheglück nicht von Dauer sein, ist eine Scheideanstalt der optimale Ansprechpartner. Denn ohne den Schritt über etwaige Zwischenhändler kann der höchste Erlös für den Schmuck erzielt werden. Alternativ können sogenannte Scheidungsringe auch gemeinnützigen Initiativen gespendet werden, die mit dem Erlös unter anderem getrennt lebende Familien unterstützen“, informiert Lochmann abschließend.

Die Initiative „Scheidungsringe für Kinder“ der Flechtwerk 2+1 gGmbH unterstützt Kinder mit zwei Elternhäusern mit dem Erlös aus dem Verkauf ehemaliger Eheringe. Sie ermöglicht auf diese Weise getrennt lebenden Eltern, die innige Bindung zu ihren Kindern trotz finanzieller Widrigkeiten oder räumlicher Distanz aufrechtzuerhalten.