Archiv der Kategorie: Edelmetall News

Das Australian Nugget

Der Fund des weltweit größten Goldnuggets, „Welcome Stranger“, hat sich dieses Jahr bereits das 150. Mal gejährt. Anlässlich des Jubiläums des historischen Goldfundes legt die Perth Mint das „Australian Nugget“ in leicht überarbeiteter Form sowohl als Gold- wie auch als Silbermünze auf. Beide Münzen haben einen Feingehalt von 99,99% Gold bzw. Silber und werden jeweils mit einem Gewicht von 1oz angeboten.

Das „Welcome Stranger“ mit einem Bruttogewicht von 109,59 kg (Nettogewicht 72,02 kg) ist das größte jemals gefundene Goldnugget der Welt. Es hatte die stattliche Größe von ca. 61 cm x 31 cm. Der Feingoldgehalt betrug 97,97%, was einem Feingoldgewicht von 70,56 kg entspricht.

Das Nugget wurde am 05. Februar 1869 durch die Goldgräber John Deason und Richard Oates bei Moliagul im australischen Bundesstaat Victoria in nur drei Zentimetern Tiefe gefunden. Da es zur Zeit des Fundes noch keine Möglichkeit gab, das Gewicht zu ermitteln, wurde es durch den Schmied Archibald Walls mühsam über Nacht auf einem Amboss in drei Stücke zerschlagen. Die Goldgräber brachten die drei Teile zur London Chartered Bank of Australia in Dunolly und erhielten dafür insgesamt £ 9.381 (heutiger Wert ca. € 2.500.000,-). Das Gold wurde eingeschmolzen und am 21. Februar 1869 in Form von Barren auf dem Dampfschiff „Reigate“ nach Melbourne zur Bank of England transportiert.

1986 wurde die Goldmünze „Australian Nugget“ mit dem Motiv des „Welcome Stranger“ erstmals aufgelegt. Da die Nachfrage bei Weitem nicht den Erwartungen entsprach, wurde das Motiv ab 1990 durch das inzwischen sehr beliebte, jährlich wechselnde Motiv des Kängurus ersetzt. Die Gold- und Silbermünze wird mit einem Nennwert zwischen 1 und 100 Dollar sowie einem Gewicht zwischen 1/20 Unze und einer Unze geprägt.

Hier gelangen Sie direkt zur Münze

Wahrhaft königlich – the Queen’s Beasts

Queen Elisabeth II. wurde am 02. Juni 1953 zur Königin des Vereinigten Königreichs gekrönt. Zum symbolischen Schutz der Königin wurde der Eingang zur Westminster Abbey von zehn furchteinflößenden, lebensgroßen Kreaturen – the Queen’s Beasts – den Bestien der Königin bewacht. Die heraldischen Figuren stellen seit Jahrhunderten ein Sinnbild für die Hinterlassenschaft der englischen Monarchie dar.

Die Queen’s Beasts Collection ist eine Münzserie der britischen Royal Mint und auf zehn Ausgaben ausgerichtet. Die Münzen erscheinen standardmäßig jeweils in den Versionen 1oz oder 1/4oz Gold und 2oz Silber. 2016 wurde die Reihe mit „The Lion of England“ lanciert. Der „Yale of Beaufort“ ist das aktuellste Glanzstück der Erfolgsserie.

Folgende Münzen sind bisher erschienen:

THE YALE OF BEAUFORT – Der Yale von Beaufort – 2019

Beim Yale soll es sich um ein mythisches Tier gehandelt haben, für das es im Deutschen keine alternative Übersetzung gibt. Ihn zierte angeblich weißes Fell mit goldenen Flecken. Die meisten Beschreibungen machen ihn zu einem antilopen- oder ziegenartigen Vierbeiner mit den Stoßzähnen eines Keilers und großen Hörnern, die er unabhängig voneinander in unterschiedliche Richtungen bewegen konnte.
Der Yale gehört zu den heraldischen Symbolen der Königsfamilie und war das ursprüngliche Symbol von Lady Margaret Beaufort, der Mutter von König Henry VII.
Hier gelangen Sie direkt zur Münze

THE BLACK BULL OF CLARENCE – Der schwarze Stier von Clarence – 2018

Der schwarze Stier, das Wappentier des Duke of Clarence, wurde durch Edward den IV. in das englische Königshaus eingeführt. Edward IV. (1442-1483) stammte vom Duke of Clarence ab und war aufseiten des Hauses York und des Hauses Plantagenet einer der wichtigsten Akteure im „Rosen Krieg“. Unterstützt wurde Edward IV. durch Richard Neville, dem reichsten Mann Englands außerhalb der königlichen Familie. Gemeinsam mit Richard Neville, auch bekannt als „Warwick der Königsmacher“, übernahm Edward IV. die Macht von Heinrich VI. Im Kampf soll Edward IV. oft das Zeichen des schwarzen Stieres getragen haben.
Hier gelangen Sie direkt zur Münze

THE UNICORN OF SCOTLAND – Das Einhorn von Schottland – 2018

Die Geschichte des Einhorns geht in Europa wohl auf das Alte Testament zurück. Bei der Übersetzung aus dem hebräischen kam es zu Uneinigkeiten, da niemand etwas mit dem Begriff „Re’em“ und dem seltsam beschriebenen Wesen anfangen. Schlussendlich nannten die Übersetzer es „Monokeros“, zu Deutsch „Einhorn“. Zu Beginn wurde das Einhorn noch als wild und kräftig beschrieben. Später entwickelte es sich zu einem eleganten Tier, gar einem Symbol für Reinheit und Unschuld.
Das Einhorn ist bereits seit dem 16. Jahrhundert Teil des schottischen Königwappens. Unter dem schottischen König James VI., später gekrönt zum englischen König James I., wurde das Symbol des Einhorns zusammen mit dem englischen Löwen auf das Wappen des Vereinigten Englischen Königreichs genommen.
Hier gelangen Sie direkt zur Münze

THE FALCON OF THE PLANTAGENETS – Der Falke des Hauses Plantagenet – 2018

Das Haus Anjou-Plantagenet war eine Herrscherdynastie, deren Ursprung in Zentralfrankreich liegt. Die Geschichte lässt sich bis in das 11. Jahrhundert zurückverfolgen. Von 1154 bis 1399 stellte das Haus in direkter Linie und bis 1485 in Nebenlinien die Könige von England. Die Familie gehört zu den bedeutendsten Dynastien des hochmittelalterlichen Westeuropas.
Der Falke wurde erstmals von König Edward III. als Abzeichen verwendet und sein Ur-Ur-Enkel König Edward IV. übernahm den Falken in sein Wappen.
Hier gelangen Sie direkt zur Münze

THE GRIFFIN OF EDWARD III – Der Greif von Edward III – 2017

Der Greif ist ein mythisches Mischwesen aus verschiedenen Tierkörpern und wurde zumeist mit einem löwenartigen Körper, dem Kopf eines Raubvogels, mit mächtigem Schnabel und Flügeln dargestellt. Zu seinen herausragenden Eigenschaften zählen Stärke und Wachsamkeit, welche auch König Edward III. zugesagt wurden. Er ließ den Greif sogar auf sein persönliches Siegel gravieren. Edward III. gilt als der bedeutendste Herrscher Englands im Mittelalter.
Hier gelangen Sie direkt zur Münze

THE RED DRAGON OF WALES – Der rote Drache von Wales – 2017

Um den roten Drachen der walisischen Flagge ranken sich viele Geschichten. Eine der größten Legenden von Wales geht zurück bis in die Zeit des großen König Artus, der angeblich den roten Drachen auf seiner Kriegsstandarte trug.
Erstmals wurde der rote Drache als Emblem bei Owen Tudor getragen. Sein Enkel, Heinrich VII. führte die Tradition weiter und trug ihn als Teil seines Wappens. Offiziell wurde der rote Drache 1959 ein Teil des Wappens von Wales.
Hier gelangen Sie direkt zur Münze

THE LION OF ENGLAND – Der Löwe von England – 2016

Der Löwe führt die anderen neun Tiere an. Er ist eines der ersten Tiere, das in königlichen Emblemen erschien und steht für Tapferkeit und Stärke. Bereits im Jahr 1127 erscheint das erste Mal das Abbild eines Löwen auf einem Schild, das ein Geschenk für Geoffrey Plantagenet war. Bekanntester Träger des Löwen in seinem Titel ist Richard Löwenherz.
Hier gelangen Sie direkt zur Münze

Gold sicher online kaufen

Wer sein Geld in Edelmetalle investieren oder Produkte aus Gold beziehungsweise Silber kaufen möchte, findet auch im Internet ein breites Spektrum verschiedener Anbieter. Doch neben seriösen Händlern agieren im World Wide Web auch dubiose Geschäftemacher. Im Vergleich zum üblichen Online-Einkauf liegen Goldinvestments schnell bei Summen im Tausenderbereich. Kommt es hierbei zu einem Betrugsfall, wiegt der Schaden umso schwerer. Wie Käufer seriöse Edelmetallhändler erkennen und worauf sie darüber hinaus achten müssen, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt
Im Web locken professionell gestaltete Internetauftritte potenzielle Kunden an. Doch in manchen Fällen trügt der Schein. Mit einem kritischen Blick auf die Website eines Anbieters gehen Kunden unseriösen Angeboten aus dem Weg. Grundsätzlich sollte die Verbindung zwischen einem Onlineshop und dem Kunden per SSL verschlüsselt sein, sodass kein anderer Daten auslesen kann. Für den Anwender ist dies an einem Schloss-Symbol in der Browserzeile erkennbar. Erscheint neben dem Schloss zudem der Firmenname, handelt es sich um ein hochklassiges Zertifikat, für welches nicht nur die Authentizität der Domain, sondern auch das Unternehmen selbst geprüft wurde. Dies bietet Kaufinteressierten die größtmögliche Sicherheit zu einer Zeit, in der immer häufiger Fake Shops auftauchen. Ganz allgemein gilt, dass Informationen zum Unternehmen im gesetzlich vorgeschriebenen Impressum zu finden sind, welches unter anderem Namen und Anschrift des Inhabers, die Rechtsform, Kontaktinformationen sowie Angaben zum Handelsregistereintrag beinhaltet. Hinweise zum Unternehmen oder zu Angeboten liefern zudem Kundenbewertungen auf unabhängigen Plattformen und Einträge in fachbezogenen Internetforen. „Seriöse Goldhändler arbeiten nach zertifizierten Prozessen und entscheiden sich in der Regel für Mitgliedschaften in branchentypischen Verbänden, wie dem Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels e. V. oder der Fachvereinigung Edelmetalle e. V.“, weiß Dominik Lochmann.

Zu schön, um wahr zu sein
Kaufinteressierte vergleichen im besten Fall die verschiedenen Angebote im Internet. Rufen Händler Preise auf, welche die üblichen Konditionen deutlich unterbieten, heißt es: Vorsicht! „Niemand hat Gold oder Geld zu verschenken“, warnt Dominik Lochmann. „Lockangebote halten ihr Versprechen erfahrungsgemäß nicht. Entweder sind die glänzenden Produkte lediglich vergoldet, also kein reines Gold, oder das Angebot ist an andere Bedingungen geknüpft, wie den Abschluss eines Abonnements.“ Seriöse Edelmetallhändler orientieren sich hingegen am aktuellen Goldpreis, informieren über die Verfügbarkeit der Produkte und bieten einen diskreten, versicherten Versand an. Wer den Edelmetallhändler eingehend testen möchte, ist stets gut beraten, eine kleine Testbestellung aufzugeben. Nach getätigter Bestellung geht eine Bestätigung mit allen relevanten Details zu der Bestellung und dem Unternehmen per E-Mail ein. Falls hier oder im weiteren Ablauf bis zur Lieferung Unstimmigkeiten auftauchen, gilt es, besondere Vorsicht walten zu lassen. Finden Kaufinteressierte also ein ansprechendes, realistisches Angebot, erfüllt die Website die erläuterten Kriterien und hinterlässt die Summe der Eindrücke ein gutes Gefühl, steht dem Goldinvestment nichts im Wege.

Gussbarren – einzigartig und charaktervoll

Die Geschichte eines jeden gegossenen Barrens beginnt mit einer leicht großzügig abgewogenen Portion Granulat. Denn um das gewünschte Barrengewicht keinesfalls zu unterschreiten, wird meist ein Edelmetallkörnchen mehr eingewogen. Je nach Edelmetall wird das hochreine Granulat bei der entsprechenden Temperatur in einem Graphittiegel eingeschmolzen. Bei Feinsilber wird eine Temperatur von circa 1.000°C benötigt, da es bei 961,8°C schmilzt. Der Schmelzpunkt von Feingold liegt bei 1064°C, sodass die verwogene Portion entsprechend bei etwa 1.100°C in den flüssigen Zustand gebracht wird.

Das nun flüssige Edelmetall wird in eine vorbereitete Barrengussform aus Eisen oder ebenfalls Graphit gegeben. Während des Eingießens unterstützt eine Gasflamme, welche die Gussform erhitzt, ein gleichmäßiges Oberflächenbild des Barrens. Einige Barrenhersteller setzen für eine effizienzoptimierte Produktion gegossener Barren bereits Gießroboter ein, die minutiös geplant und präzise jeden Schritt durchführen. Alternativ kann das Granulat ebenfalls direkt in der Form geschmolzen werden. Somit können je nach verwendeter Ofenanlage mehrere gegossene Edelmetallbarren gleichzeitig produziert werden.

Unter Herausbildung von feinen Unregelmäßigkeiten und Linien erstarrt das wertvolle Edelmetall recht zügig in seine gewünschte, feste Form und kann in einem Wasserbad abgekühlt werden. Eben jene Unvollkommenheiten, die sich während des Erstarrens entwickeln, machen den speziellen Charme und die Einzigartigkeit der gegossenen Unikate aus und erlauben es, den Barren guten Gewissens in die Hand zu nehmen.

Im nächsten Schritt werden Gussergebnis und Gewicht der frisch gegossenen Schätze kontrolliert. Optisch nicht einwandfreie und untergewichtige Barren werden direkt ausgesondert und recycelt. Bei übergewichtigen Barren wird mit einem kleinen Schabwerkzeug ein feiner Span abgetragen, sodass das Gewicht exakt den Vorgaben entspricht. Regelmäßige Stichproben, die im Labor analysiert werden, garantieren zudem die Reinheit der Gussbarren.

Nach überstandener Gewichts- und Qualitätsprüfung werden die Edelmetallbarren mittels einer pneumatischen oder hydraulischen Presse oder mit Hilfe einer Handspindelpresse unter hohem Druck und mit einem Prägestempel abschließend mit dem Logo des Herstellers, weiteren notwendigen Angaben wie Reinheit und Gewicht und eventuell mit einer Seriennummer versehen.

Aufgrund des relativ aufwendigen Herstellungsprozesses und der hohen verbundenen Kosten werden Gussbarren für gewöhnlich erst ab einem Gewicht von 100g Silber oder 250g Gold produziert. Kleingewichtigere Ausführungen werden bevorzugt als geprägte Barren hergestellt. Allerdings gibt es bedingt durch die hohe Beliebtheit von Gussbarren durchaus auch kleine Varianten wie die Goldknuffel der ESG in 10g, 1oz oder 50g.

Um als Anlagegold zu gelten und mehrwertsteuerfrei verkauft werden zu können, sind die Angaben zu Hersteller, Feingehalt und Barrengewicht zwingend erforderlich. Ebenso ist die Form für die Wertung von Bedeutung, denn für die Mehrwertsteuerbefreiung zulässig ist Gold nur in Barren- oder Plättchenform.

Da Silberbarren grundsätzlich besteuert werden, sind der Fantasie bezüglich der Form keinerlei Grenzen gesetzt. So erhalten Sie bei der ESG unter anderem ganz besondere, handgegossene 3D-Motivbarren aus Silber in Form von Herzen, Sternen, Teddys und vielem mehr, die sich hervorragend als Geschenk eignen.

Krügerrand – eine Erfolgsgeschichte in Rotgold

Der Krügerrand gilt als die erste und somit älteste rein zu Anlagezwecken geprägte Goldmünze. Sie wurde 1967 mit dem Ziel entwickelt, der allgemeinen Bevölkerung eben jene Vermögenswerte zugänglich zu machen, die durch den südafrikanischen Goldabbau gewonnen wurden. Der Nennwert eines Gold-Krügerrands wird traditionell in Unzen angegeben, um zu verdeutlichen, wie nah der Wert am tatsächlichen Goldpreis liegt. Auch garantiert die staatliche South African Reserve Bank jederzeit einen Ankauf zum jeweils tagesaktuellen Goldkurs.

Um die Münze lange handelbar und robust zu gestalten, besteht ein klassischer Krügerrand im Gegensatz zu den später entwickelten Feingold-Pendants wie Maple Leaf oder Australian Kangaroo aus der lange bewährten 22-Karat-Rotgoldlegierung mit Zugabe von 8,34% Kupfer. Da der Feingoldgehalt des Krügerrands exakt eine Feinunze (31,1g) beträgt, kommt er somit insgesamt auf ein Gewicht von 33,93g. Seit 1980 haben sich als Standardgrößen neben der typischen 1oz-Version die kleineren Größen 1/2oz, 1/4oz und 1/10oz etabliert. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Erfolgsmünze im Jahre 2017 sowie im darauffolgenden Jahr wurden die Sondergrößen 50oz, 5oz, 2oz, 1/20oz, 1/50oz sowie limitierte Sonderausgaben in Silber und Platin hergestellt. Ab August 2018 gibt es den Krügerrand nun offiziell auch als silberne Bullionmünze.

Die zeitlosen Motive auf Avers und Revers der Münze haben sich in den über 50 Jahren seit ihrer Einführung kaum verändert. Auf der Bildseite befindet sich seit jeher das Abbild von Paul Kruger – dem ehemaligen Präsidenten der Südafrikanischen Republik – umrahmt von der Landesbezeichnung auf Afrikaans und Englisch. Kruger dient ebenfalls als Namensgeber für die berühmteste Anlagemünze der Welt. Der zweite Teil des Namens geht auf die offizielle südafrikanische Währung Rand zurück.

Die Wertseite des Krügerrands zeigt das Wappentier Südafrikas – die afrikanische Springbock-Antilope „Randy“ – auf einem detaillierten Ausschnitt der Halbwüste Karoo. Oberhalb des Springbocks befindet sich der Name der Münze. Zu beiden Seiten des Wappentiers stehen links das Jahrhundert und rechts das Prägejahr. Der Steppenausschnitt wird von der zweisprachigen Angabe des Edelmetalls auf Afrikaans und Englisch und dem entsprechenden Gewicht in Unzen umfasst. Auf der silbernen Version der Bullionmünze befindet sich zusätzlich zur Gewichtsangabe der Nominalwert R1 – 1 Rand. Rechts der Steppe ist das Kürzel CLS des Bildhauers Coert Steynberg zu sehen, der das weltberühmte Springbockmotiv entwarf. Seit 2017 befindet sich links unterhalb der Antilope zudem der Miniaturschriftzug „Krugerrand“.

Von seiner Geburtsstunde an als optimal handelbare Ein-Unzen-Ausgabe wurde der Krügerrand bis heute bereits über 60 Mio. Mal in unterschiedlichen Ausführungen und Größen produziert. Seit die Deutsche Bank 1969 zum ersten internationalen Distributor der weltweit akzeptierten und handelbaren Bullionmünze wurde, geht nahezu jeder dritte Krügerrand nach Deutschland.

Sie erhalten den Krügerrand bei der ESG stets zum aktuellen Preis in Abhängigkeit vom jeweiligen Gold- oder Silberkurs.

Investment-Check: Goldmünzen

Schon seit vielen Jahrhunderten zählen Münzen zu den begehrtesten Sammelobjekten. Doch nicht nur passionierte Sammler, auch Anleger setzen seit geraumer Zeit auf diese Form des Edelmetalls. So wird zwischen Sammel- und Anlagemünzen unterschieden. „Anlagemünzen werden ähnlich wie Goldbarren vor allem zu Investmentzwecken gehandelt. Der Sammelgedanke ist hierbei untergeordnet“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Barren oder Münzen?

Als Anlagemünzen gelten sowohl eigens zu Investmentzwecken produzierte Münzen als auch ältere Umlaufgoldmünzen, die früher tatsächlich als Währung dienten. Letztere kommen allerdings nur infrage, wenn von ihnen noch eine hohe Stückzahl verfügbar ist, denn nur dann liegt ihr Wert dicht am Goldpreis. Gibt es von ihnen nur noch wenige Exemplare, fallen sie in die Kategorie der Sammelmünzen und werden über dem reinen Materialwert gehandelt. In einigen anderen Ländern zahlen Anleger auf Goldmünzen, anders als auf Barren, keine Steuern. In Deutschland spielt es letztendlich keine Rolle, ob sich Käufer für Goldmünzen oder für Barren entscheiden, denn Anlagegold ist hier in jeglicher Form steuerfrei. Wer Spaß am Sammeln hat, kann sein Edelmetallportfolio hierzulande also auch problemlos mischen. „Wir empfehlen immer, die Produkte zu kaufen, die am dichtesten am Goldpreis gehandelt werden. Bei einem späteren Verkauf bringt alles denselben Preis pro Gramm. Je günstiger Anleger einkaufen, umso höher ist nach einem Kursanstieg also ihr Gewinn“, weiß Dominik Lochmann.

Besonders begehrt

Als beliebte Anlagemünzen gelten die südafrikanischen Krügerrands, die kanadischen Maple Leafs und die australischen Känguru-Goldmünzen. Erstmals 1967 produziert, stellt der Krügerrand die wohl bekannteste Goldmünze der Welt dar. Aufgrund seiner 22 Karat Goldlegierung mit Kupferbeimischung gilt er außerdem als ausgesprochen robust. Maple Leaf und Känguru zählen mit einem hohen Goldgehalt von 999,9 zu den Feingoldmünzen. Beide sind ebenfalls international bekannt und werden dicht am Goldpreis gehandelt. Bei den Umlaufgoldmünzen gehören die alten preußischen Kaiserreich-Goldmünzen, die englischen Sovereigns, die Schweizer Vrenelis und die alten französischen Franc-Goldmünzen zu den Favoriten der Anleger. „Ihren Charme macht aus, dass sie vor langer Zeit tatsächlich als Währung genutzt wurden. Sie haben somit schon zwei Weltkriege und andere historische Ereignisse überstanden. Ob sich Anleger nun allerdings für eigens produzierte Investmentmünzen oder für die älteren Umlaufmünzen entscheiden, ist Geschmackssache“, erklärt Dominik Lochmann abschließend.

Valcambi SA

Die Schweizer Edelmetallraffinerie Valcambi widmet sich seit 57 Jahren der Raffination und Verarbeitung von Edelmetallen. Die Firma gehört zu den größten Goldbarrenproduzenten der Welt und verschickt ihre Edelmetallprodukte rund um den Globus. Das hochgradig zertifizierte Unternehmen – unter anderem durch die LBMA und den LPPM – beliefert internationale Banken und Edelmetallhändler mit Barren unterschiedlicher Gewichte und Ausprägungen. Zu erkennen sind die Barren, die oft nicht das Valcambi-Logo sondern das Kundenlogo zeigen, am kleinen, bescheidenen „CHI Essayeur Fondeur“-Schmelzerzeichen der Firma.

Die Ursprünge des Unternehmens reichen ins Jahr 1961 zurück, als die Raffinerie unter dem Namen Valori & Cambi in Balerna im Schweizer Tessin gegründet wurde. Stark gewachsen ist die Firma dann ab 1968 mit der Übernahme durch die Credit Suisse und die darauffolgenden Akkreditierungen für die LBMA und COMEX. Einige Zeit lang gehörte Valcambi dann zu Newmont Mining und seit 2017 der GGR – Global Gold Refineries Ltd., der Muttergesellschaft des größten indischen Goldhändlers.

Das Leistungsspektrum der Valcambi SA umfasst, neben der Raffination und Herstellung von hochwertigsten fertigen und halbfertigen Edelmetall- und Investmentprodukten, Lösungen zur bankenunabhängigen Lagerung von Edelmetallgütern. Des Weiteren steht das Unternehmen Kunden mit logistischer Kompetenz und Finanzierungsangeboten zur Seite. Im hochmodernen Testlabor prüft und gewährleistet Valcambi mit akkreditierten Testmethoden nach ISO/IEC 17025 die Reinheit von Edelmetallprodukten und sichert die herausragenden Produktions- und Umweltstandards des Unternehmens.

Besonderen Wert legt die Edelmetallraffinerie auf vollkommene Transparenz bezüglich aller Prozesse, eine auf Nachhaltigkeit bedachte Produktion und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Das lückenlos dokumentierte und durch unabhängige Auditoren geprüfte Valcambi Green Gold ist von der Mine bis zum fertigen Produkt nachvollziehbar. Es wird ausschließlich in Minen geschürft, die strengsten Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards genügen und für eine strikte Einhaltung aller Menschenrechte stehen.

In den letzten Jahren entstanden aus der Kooperation zwischen Valcambi und der ESG zahlreiche Projekte und innovative neue Investmentprodukte. So werden unter anderem die durch die ESG patentierten CombiBar® Tafelbarren von Valcambi nicht nur produziert, sondern auch international vertrieben. Als neuestes Gemeinschaftsprodukt sind nun die nachhaltig produzierten Responsible-Gold Auropelli-Barren in unterschiedlichen Größen zwischen 1 Gramm und 100 Gramm erhältlich.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf www.Responsible-Gold.de

Neue Anlagebarren für das gute Gewissen

Die ESG bietet ab sofort Responsible-Gold Auropelli-Barren aus nachhaltig produziertem Feingold an. Seine Herkunft aus zertifizierten Minen in Nevada stellt sicher, dass die Herstellung der Barren unter umweltverträglichen Bedingungen stattfindet und Kinderarbeit vollkommen ausgeschlossen ist. Für den Goldabbau musste kein Regenwald gerodet werden.

Jeder Barren besteht aus zertifiziertem Valcambi Green Gold, das unter anderem gemäß den Richtlinien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und im Besonderen unter Einhaltung aller Menschenrechte geschürft und raffiniert wird. Unabhängige Beobachter der ALS Inspection UK stellen zusätzlich sicher, dass über den gesamten Produktionsprozess keinerlei Berührungspunkte mit herkömmlich gewonnenem Primärgold entstehen und ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen erfolgt. Dazu gehören ein verminderter CO2-Ausstoß sowie ein verringerter Einsatz von Chemikalien. Für alle Menschen, die mit gutem Gewissen in Gold investieren möchten, stellen die Auropelli-Barren eine verantwortungsvolle Anlageoption dar. Sie sind zuverlässig verfügbar und stets zum tagesaktuellen Preis in verschiedenen Größen erhältlich.

Gewicht: 1g | 2,5g | 5g | 10g | 20g | 1oz | 50g und 100g
Feingehalt: 999,9
Größe: z. B. 1g: 15×8,50×0,55mm
Hersteller der Auropelli-Barren: ESG / Valcambi SA

Kurantmünzen im Fokus

Bei einer Investition in Goldmünzen greifen die meisten Anleger zu klassischen Anlagemünzen wie dem Krügerrand, dem Wiener Philharmoniker oder dem American Eagle. Diese Münzen haben sich als Investment bewährt und werden bereits seit Jahrzehnten in hohen Auflagen in die ganze Welt exportiert. Allerdings lohnt es sich ebenfalls den Blick auf eine andere Münzgattung zu richten – Kurantmünzen.

Abgeleitet aus dem französischen „courant“ für laufend – versteht man unter dem Begriff „Kurantmünze“ eine historische Umlaufmünze, die bereits als offizielle Währung kursierte und gehandelt wurde. Des Weiteren sind die vorwiegend aus Silber oder Gold bestehenden Münzen stets von hohem Feingehalt. Um sie robuster und als umlaufendes Tauschmittel geeignet zu gestalten, beträgt die Reinheit aufgrund der hohen Verformbarkeit von Edelmetallen ungleich vielen Anlagemünzen nicht 999.9, sondern entspricht üblicherweise einem Feingehalt 900/1000 oder 916/1000.

Der Preis liegt bei vielen Prägungen, die damals nicht nur als Sondermünze, sondern als  tatsächliche Umlaufmünze geprägt wurden, häufig sehr nahe am Spot – dem aktuell gültigen Edelmetallpreis. Da die Münzen historischen Ursprungs sind, ist die Verfügbarkeit am Markt zwar nicht endlos, aber bei vielen Sorten doch oft erstaunlich gut. Zustand und Prägequalität sind hier, sofern Gewicht und Prägebild noch innerhalb der Toleranz liegen eher zweitrangig, der Goldwert steht im Vordergrund. Diese alten Münzen haben gegenüber modernen Investmentmünzen außerdem den Charme, dass damit einst tatsächlich bezahlt wurde. Unsere Urgroßeltern gingen damit tatsächlich einkaufen, bzw. legten schon damals für schlechte Zeiten diese Goldmünzen zur Seite. Die Münzen haben teilweise 2-3 Kriege überstanden und erfüllten bereits mehrmals in schweren Zeiten ihre Funktion der Werterhaltung.

Kurantmünzen wie z.B. die alten deutschen 20 Mark Reichsgoldmünzen, die französischen 10 und 20 Francs Münzen, schweizer Goldvrenelis, britische Sovereigns oder italienische 20 Lire Münzen sind somit nicht nur etwas für Münzsammler, sondern aufgrund des oft geringen Aufgeldes auch eine echte Alternative für Goldanleger, anstelle neu geprägter Anlagemünzen oder schlichter Goldbarren.

Moderne Numismatik im Bullion-Bereich

Grundsätzlich können Münzen in zwei Kategorien eingeteilt werden – Anlagemünzen und numismatische Münzen, d. h. Sammlermünzen. Auf numismatische Münzen gibt es aufgrund unterschiedlicher Faktoren wie die historische Bedeutung, die besondere Thematik und Ausarbeitung oder die begrenzte Auflage einen deutlich höheren Aufschlag zum Edelmetallwert. Der Preis von Bullionmünzen errechnet sich hingegen in erster Linie durch die Zusammensetzung und das Gewicht des enthaltenen Edelmetalls. Er befindet sich folglich relativ nahe am Spot – dem jeweils aktuellen Edelmetallpreis. Um die Produktionskosten zu decken, wird ein vergleichsweise geringes Premium aufgerechnet. Zudem werden Anlagemünzen häufig in einer sehr hohen bis unbegrenzten Auflage produziert, wodurch sie für Sammler eher unbedeutend sind.

Der chinesische Goldpanda und die Seminumismatik

In der modernen Numismatik, die sich mit Münzprägungen ab dem zwanzigsten Jahrhundert befasst, hat sich in Form der seminumismatischen Münzen nun eine Unterkategorie entwickelt, die das Beste aus beiden Welten vereint. Sie verbinden die kursabhängige Preisberechnung und das Bullionmünzen übliche Prestige als Investment mit einer häufig geringen Auflage, höchster Qualität und einer exquisiten Ausarbeitung wechselnder Motive. Das zu Beginn nur geringfügige Premium erhöht sich mit der Zeit, sobald der Sammlerwert der Münze steigt.
Der Begriff „Seminumismatik“ wurde nicht zuletzt durch die Emission des goldenen Chinese Panda durch die Volksrepublik China im Jahre 1982 definiert. Im jährlichen Wechsel zeigt die Münze seitdem unterschiedliche Illustrationen des schwarzweißen, großen Pandas und ist seit 1983 auch als Silbermünze erhältlich.

Seminumismatische Erfolgsserien der Perth Mint

Der Australian Nugget der Perth Mint – heute bekannt als das Australian Kangaroo – trug ebenfalls einen großen Teil zur Herausbildung der seminumismatischen Münzen bei. Die erste Serie des Australian Nuggets von 1987 zeigte vier weltberühmte Goldnuggets, die entsprechend ihrer tatsächlichen Gewichte der Reihenfolge nach die Münzgewichte eine Unze, eine halbe Unze, eine Viertelunze und eine Zehntelunze zierten. Spätestens seit der Einführung des jährlich wechselnden Kängurumotivs 1990 erfreut sich die Münze insbesondere bei sammelaffinen Investoren sehr hoher Beliebtheit.
1990 erweiterte die australische Münzprägeanstalt ihr Münzprogramm des Weiteren um die Silbermünze Kookaburra, die mittlerweile in der 28sten Auflage den heimischen und größten Eisvogel der Welt zeigt.
Die seminumismatischen Münzreihen Lunar I und II in Gold und Silber, die Seit 1996 die Tierkreiszeichen des chinesischen Kalenders abbilden, bescherten der Perth Mint nicht nur im asiatischen Raum erneut großen Erfolg.

Die heraldischen Kunstwerke der Royal Mint

Zu Ehren der Krönung von Königin Elisabeth II im Jahre 1953 entwickelte die Royal Mint die seit 2016 laufende Münzserie „The Queen’s Beasts“ in Silber und Gold. Die Münzen präsentieren die Wappen und Wappentiere, die am Tage der Krönung den Weg zur Westminster Abbey säumten und die Abstammung der britischen Königsfamilie symbolisieren. Vier der auf zehn Münzen geplanten, bisher sehr erfolgreichen Serie wurden bereits ausgegeben – „The Lion of England“, „The Unicorn of Scotland“, „The Red Dragon of Wales“ und „The Black Bull of Clarence“.

Weitere Informationen zu gängigen Münzen aus Gold, Silber, Palladium und Platin erhalten Sie in unserem ausführlichen Münzkatalog auf www.Scheideanstalt.de.