Archiv der Kategorie: Münzprägeanstalt

Casa de Moneda de México – eine der weltweit ältesten und noch heute aktiven Prägestätten

Bereits 1535 wurde die Casa de Moneda de México gegründet. Ihren Ursprung hat die Prägestätte mit dem Münzzeichen OM in einem königlichen Erlass des damaligen Vizekönigs Antonio de Mendoza.

Die Casa de Moneda gilt als die erste und älteste Münzprägestätte des amerikanischen Kontinents und ist verantwortlich für die Herstellung der gesetzlichen Zahlungsmittel nach den Merkmalen und Stückelungen, die von der Bank von Mexiko und dem Kongress der Union festgelegt wurden. Dazu zählen auch Gold- und Silbermünzen für Anleger und Sammler.

Den Hauptsitz hat das Unternehmen in Mexiko-Stadt, geprägt wird aber bereits seit 1983 in San Luis Potosi. Heute ist die mexikanische Prägestätte vor allem für die Anlagemünze Libertad und die Pesos-Goldmünzen wie die 20 Pesos Goldmünze Aztekenkalender bekannt. Seit der Währungsreform 1904 gibt es in Mexiko den Goldstandard, daher haben Pesos-Goldmünzen seither einen Feingehalt von 900/1000. Zwischen 1921 und 1947 prägte die mexikanische Münzprägestätte die goldenen Centenarios. Sie zählen weltweit zu den ältesten Anlagemünzen aus Gold. Die 21,6 Karat Münzen wurden mit den Nennwerten 50 Pesos, 20 Pesos, 10 Pesos, 5 Pesos, 2,5 Pesos, 2 Pesos und 1 Peso hergestellt. Den Anlass zu den ersten Centenario-Münzen bot das hundertjährige Jubiläum der Unabhängigkeit von Mexiko.

50 Pesos Münze

Die Motivseite ziert die frontal abgebildete Siegesgöttin mit wehendem Tuch um ihre Hüfte und aufgespannten Flügeln. Mit dem rechten ausgestreckten Arm hält sie einen Lorbeerkranz hoch und im Hintergrund sind die mexikanischen Vulkane „Iztaccihuatl“ und „Popocatepetl“ abgebildet.

20 Pesos Goldmünzen

Die 20 Pesos Münze wird „Azteca“ genannt, da sie auf der Motivseite den runden Aztekenkalenderstein zeigt.

10 bis 1 Pesos

Die 10 Pesos Münzen sind dem Freiheitskämpfer „Miguel Hidalgo y Costilla“ (1753 – 1811) gewidmet. Sein Konterfei ziert die Münze. Hidalgo begann im Januar 1811 mit dem bewaffneten Freiheitskampf gegen die spanische Besatzungsmacht. Nach mehreren erfolgreichen Gefechten wurde er von den Spaniern gefangen genommen und am 16. September 1811 hingerichtet.

Münzen aus Mexiko im Sortiment der ESG. 

 

Ein Koala auf Anlagemünzen in Gold, Silber und Platin

Koalas – die beliebten australischen Beuteltiere leben zwischen Eukalyptusbäumen. Seit 1988 sind die goldigen bärenähnlichen Tiere auch auf australischen Anlagemünzen zu bewundern.

Der Koala ernährt sich ausschließlich von Eukalyptusblättern und ist durch seine scharfen Krallen ein guter Kletterer, den man hoch über der Erde in Bäumen entdecken kann. Seine Jungen leben im ersten Lebensabschnitt im Beutel, sonst sind Koalas jedoch Einzelgänger. Seinen Namen hat das putzige Tier aus der Sprache der Aborigines, bei welcher „Koala“ mit „kein Wasser“ oder „trinkt nicht“ übersetzt werden kann. Tatsächlich nimmt der Koala seine benötigte Flüssigkeit nur durch seine Nahrung auf. Jedes Jahr sind neue Motive des Koalas auf Anlagemünzen der Perth Mint zu bestaunen.

Die Koala-Platinmünzen

Die Perth Mint prägte zwischen 1988 und 2005 Anlagemünzen aus Platin mit dem beliebten Koala. Die Bullionmünzen wurden seit 2000 nicht weiter produziert, bis 2005 erschien der Koala nur noch als Proof Münze. Die Perth Mint wechselte jährlich das Motiv. Da die Münze für Anlagezwecke konzipiert wurde, gab es sie in der für Anlageplatin üblichen Reinheit von 99,95% Feingehalt als 1/20oz, 1/10oz, 1/4oz, 1/2oz, 1oz, 2oz, 10oz und 1kg.

Der silberne Koala

Die australische Anlagesilbermünze mit den bekannten Koala-Motiven startete ihre Serie 2007 und wird seither von der Perth Mint ausgegeben. Zu Beginn gab es den Koala nur als 1oz Silbermünze, doch schon ein Jahr später folgten die Gewichte 1/2oz, 10oz und 1kg. Seit 2011 gibt es auch noch eine Version mit dem ungewöhnlich kleinen Gewicht von 1/10oz und die limitierten Proof-Ausgaben von 5oz Münzen.

Koala-Goldmünzen

Die australischen Gold-Koalas sind weniger bekannt als die Koala-Platinmünzen, jedoch werden sie seit 2008 bis heute produziert. Es gibt das goldene Beuteltier als 1/25oz, 1/10oz, 1/4oz, 1oz, 2oz und 5oz. Seit 2013 prägt die Perth Mint eine Mini-Version der Anlagemünze zu 0,5g.

Neben dem jährlich wechselnden Koalamotiv der Münze ist auf der Kopfseite bei jeder Koalamünze das Portrait der englischen Queen Elizabeth II zu sehen.

Die Freiheitsgöttin auf einer mexikanischen Anlagemünze: Die Libertad

Die Anlagemünze „Libertad“ trägt keinen geprägten Nennwert, gilt aber trotzdem als gesetzliches Zahlungsmittel in Mexiko. Der jeweils aktuelle Wert ergibt sich somit aus dem täglichen Börsenpreis des Edelmetalls und wird entsprechend dem Feingewicht errechnet.

Den Namen „Libertad“ trägt die Münze aufgrund ihres Motivs – dieses zeigt die Freiheitsgöttin Libertad. Die geflügelte Frauenfigur mir einem Siegeskranz findet man an vielen Stellen, beispielsweise auch in Berlin auf der Siegessäule.

Zu Beginn gab es die Libertad aus Gold, geprägt wurde sie erstmals 1981. Zwischen 1981 und 1990 wurden die Goldmünzen noch in 900/1000 Gold mit Silberzuschlag und der damals gängigen Münzgeldqualität geprägt. Hergestellt wurde die goldene Libertad in 1 Unze , ½ Unze und ¼ Unze.
Ab 1982 präsentierte die mexikanische Prägeanstalt „Casa de Moneda de México“ jährlich auch eine Libertad aus Silber.

Versionen I und II der Libertad

Die erste Version der Göttin auf der Motivseite der Münze zeigt sie aufrecht stehend und mit einem, um ihre Taille geschlungenen Gewand. In ihrem hoch gestreckten Arm hält sie einen Lorbeerkranz. Hinter ihrem Körper sind ihre aufgefächerten Flügel zu sehen. Die Libertad steht einbeinig inmitten einer hügligen Landschaft, am Horizont sieht man die Silhouette der beiden mexikanischen Vulkane „Iztaccihuatl“ und „Popocatépetl“.
Die Gegenseite präsentiert eine abgewandelte Version des offiziellen Wappens Mexikos. Sie zeigt einen, auf einer Opuntie sitzenden Adler, der im Schnabel und in einem Fang eine, sich windende Schlange hält. Unter dem Adlermotiv werden ein Eichen- und ein Olivenzweig von einem Band zusammengehalten und von Zweigspitze zu Zweigspitze steht „Estados Unidos Mexicanos“, was „Vereinigte Staaten von Mexiko“ bedeutet.

1991 wurde der Feingehalt der Goldmünze auf 999/1000 angehoben und die Silbermünze gab es ab diesem Zeitpunkt auch in ½, ¼, 1/10 und 1/20 Unzen. Die Darstellung der Libertad wurde durch die verbesserte Prägequalität kontrastreicher und detaillierter. In dieser sogenannten Version II steht seitlich neben „Mexico“ links das Prägejahr und rechts die Feinheitsangabe „Ley 999“.

Version III der Libertad

Ab 1995 entstand die dritte und aktuelle Version der Münze. Die Göttin steht nun auf einem Säulenkopf, ihr Körper ist nicht mehr frontal zu sehen, sondern seitlich gedreht und schwungvoll gebogen. Sie steht weiterhin auf einem Bein und ihre Flügel sind ausgeklappt. Den Siegeskranz hält sie waagerecht in der Hand des nach vorne ausgestreckten Armes. Im Hintergrund sind noch immer die beiden Vulkane zu sehen. Die Münzgegenseite der Goldmünzen zeigt bei den 1-Unzen-Stücken in der Mitte das beschriebene Wappen. Um das Wappen befindet sich ein Kreis aus den 10 Regionalwappen des Landes. Bei den kleineren Stückelungen fällt der Kreis mit den zusätzlichen Wappen weg und es wird nur das Wappen präsentiert. Zudem gibt es die Silbermünze nun auch in 2 und 5 Unzen und die Goldversion wurde um 1/10 und 1/20 Unze erweitert. Ab dem Jahr 2000 wurde auch die Wappendarstellung der Silbermünzen angepasst und die Stückelung geht nun bis zur 1 Kilogramm Münze.

Deutsches Naturgold: Gold aus dem Fluss wird zur Medaille

Gold lässt sich nicht nur durch klassische Techniken wie beispielsweise Bergbau gewinnen. Es gibt auch außergewöhnliche und eher seltene Methoden der Goldgewinnung. So kann durch ein patentiertes Verfahren wertvolles Naturgold in Kieswerken herausgewaschen werden. Dieser Schatz aus deutschen Flüssen wird zu einzigartigen handgeprägten Medaillen und außergewöhnlichem Schmuck verarbeitet.

RIVERGOLD aus Baden-Baden gewinnt sein Gold ausschließlich in Kieswerken an Flüssen in Deutschland. Dazu gehören unter anderem der Rhein, die Elbe, die Isar und die Donau. Bei der Kiesgewinnung und späteren Aufbereitung wird das Naturgold automatisch mitgeborgen. RIVERGOLD wäscht dieses Gold mithilfe von speziellen Verfahren innerhalb des Verarbeitungsprozesses heraus. Zudem finden nach der Goldgewinnung keine zusätzlichen verarbeitenden Prozesse statt, welche die Umwelt belasten. Das Gold wird nicht weiter legiert, sondern bleibt in seiner natürlichen Reinheit erhalten.

Aus diesem Naturgold lässt RIVERGOLD in Zusammenarbeit mit dem Baden-Badener Medailleur Victor Huster beispielsweise handgefertigte Goldmedaillen entstehen. Manche davon bestehen aus dem sagenumwobenen Rheingold. Aufgrund von Geschichten wie dem Schatz der Nibelungen ist Rheingold fast jedem ein Begriff. Seit etwa dem 10. Jahrhundert sind Quellen bekannt, die auf diesen Schatz aus Gold anspielen. Jede der bekannten Geschichten ist unterschiedlich, doch ist immer von einem sagenhaften, manchmal fluchbeladenen Goldschatz die Rede.
In dieses mythische Gold wurden verschiedenste Motive eingeprägt – drei Prägebilder stellen wir in diesem Blogbeitrag vor.

Burg Breisach

Als „Mons Brisiacus“ bezeichneten die Römer einen Berg, der sich aus der Rheinebene erhob und von Rheinarmen zur Insel umschlossen wurde. Im 12. Jahrhundert wurde dort die Burg Breisach von vermutlich Berthold V. von Zähringen erbaut. 1294 wurde sie von den Habsburgern ausgebaut und 1315 zur Reichsburg erhoben. Städtische Besiedelungen umgaben die Festung. Die heutige Burg Breisach ist der Überrest dieser Festung auf dem Breisacher Münsterberg bei der Stadt Breisach am Rhein. Der heute friedlich und romantisch wirkende Ort verbirgt jedoch eine geschichtsträchtige Vergangenheit. Als eines der Schlachtzentren der sich im dreißigjährigen Krieg bekämpfenden Truppen, erduldeten die Habsburger Verteidiger 1638 eine siebenmonatige Belagerung durch schwedische und französische Truppen. Dieser Krieg war ein Konflikt zwischen 1618 und 1648 um die Führungsrolle im Heiligen Römischen Reich und Europa. Er begann als Religionskrieg und endete als Territorialkrieg. Aufgrund ihres Status als Reichsburg wurde die Burg Breisach von Mai bis Dezember 1638 belagert. Berichte über die Zustände in der Stadt während der Belagerung gibt es wenige – doch die, die es gibt, erzählen grausame Geschichten. So soll sich beispielsweise der Kannibalismus manifestiert haben, da man gehängt wurde, wenn man beim Hineinschmuggeln von Nahrung erwischt wurde. Es sollen sogar Friedhöfe bewacht worden sein, um zu verhindern, dass Verstorbene zu Nahrungszwecken wieder ausgegraben wurden. Von den etwa 4.000 Bewohnern sollen lediglich 150 überlebt haben.

Die Vorderseite der Medaille aus Gold, welche sich der Burg Breisach widmet, zeigt das Gesicht einer weinenden Frau. Diese steht für die Insel Breisach. Von unten tritt der Rhein ins Prägebild, welcher die Frau westlich und östlich umfließt. Vom Ufer aus sind Kanonen auf die Burg Breisach gerichtet, ihr Zentrum steht in Flammen und ein Totenkopf ziert ein brennendes Gebäude. Die Umrisse des Hinterkopfs der Frau gehen über zu denen eines Apfels, des „Zankapfels“. Dieser wird auch Apfel der Zwietracht genannt und symbolisiert den zentralen Punkt einer Auseinandersetzung und den Gegenstand des Streits. Darin sind die Wappen dreier Staaten zu erkennen. Diese gelten als aufeinander folgende Besitzer des Ortes Breisach. Zuerst der doppelköpfige Habsburger Adler, gefolgt von den königlichen französischen Lilien und dem Wappen Badens.

Eine römische Rheingaleere auf Gold geprägt

Auf der Medaille aus Rheingold ist eine segelnde römische Rheingaleere aus der „Classis Germanica“, der historischen römischen Rheinflotte zu sehen. Dabei handelt es sich um eine Teilstreitkraft der römischen Kriegsflotte. Sie galt als einer der größten Marineverbände des Römischen Reiches. Aufgestellt wurde die römische Rheinflotte etwa um 13. v. Chr. und sie bestand bis ins späte 4. Jahrhundert. Ihre Aufgabe war die Überwachung des gesamten Rheins ab der Einmündung des Vinxtbaches bei der Burg Rheineck. Zudem überwachte die Flotte auch den Küstenstreifen von Zuidersee (eine Bucht der Nordsee im Nordwesten der heutigen Niederlande) und den Küstenstreifen der Nordsee im Gebiet des Rhein-Maas-Schelde-Delta.

Mogontiacvm – das antike Mainz

Abgeleitet aus Mogon, einer keltischen Gottheit, wurde unter dem Namen Mogontiacvm im Jahr 32 vor der Zeitrechnung ein Zweilegionslager für 12.000 Soldaten errichtet. Dieses Legionslager gilt als Keimzelle des heutigen Mainz. Mogontiacvm blieb bis zum Ende der Römerzeit Hauptort der Provinz Germania Superior.
Als strategisch bedeutsamer Rheinübergang in das rechtsrheinische Decumatenland wurde die Steinpfeilerbrücke, welche im Prägebild der Medaille zu sehen ist, errichtet. Sie stammt von etwa 30 vor der Zeitrechnung. Unter den Römern trug die Brücke den Namen Pons Ingeniosus. Mittig durchzieht der Rhein das Bild. Auf beiden Uferseiten stehen je zwei hohe, runde Wehrtürme. Links am Ufer deutet sich die städtische Anlage an. Man erkennt weitere Türme der Befestigungen, dahinter Gebäude wie das Theater und ein Triumphbogen. Über den Fluss hinweg marschiert eine Legion von Mainz weg Richtung Brückenkopf. Die Soldaten folgen dem vorangetragenen Feldzeichen und stehen für die römische Absicht, ihre Reichsgrenze um den rechtsrheinischen Raum bis zum späteren Limes vorzuverlegen. Das Ostufer galt damals als das völlig unbekannte und gefährliche Terrain der Germania Magna. Oben rechts im Prägebild wird dieses unerforschtes Gelände durch den Herzynischen Wald dargestellt. In ihm findet sich ein Drachenkopf, eine Schlange und eine Kreatur mit Geweih. Unterhalb der Rheinbrücke lässt sich der gehörnte Flussgott „R(h)enus“ entdecken. Neben ihm ist eine Schiffskontur zu sehen und seine linke Hand lässt Wasser aus einer Amphore in den Rhein fließen.

Australische Kängurus, Münzen mit Koalas u.v.m. – Die Perth Mint

Die Münzprägestätte The Perth Mint befindet sich im Besitz der westaustralischen Regierung und ist Australiens größtes Edelmetallunternehmen. Ihren Sitz hat die Prägeanstalt in Perth, der Hauptstadt Westaustraliens.

Der Grundstein wurde 1896 gelegt und 1899 wurde die Perth Mint in Betrieb genommen, zu Beginn jedoch als Abteilung der Royal Mint in London. Als Gründervater gilt allerdings der erste westaustralische Premier John Forrest. Er sah die Entwicklung der Bedeutung von Gold voraus und setzte sich bei der britischen Regierung für die Gründung ein.

Erst am 1. Juli 1970 ging sie vom britischen Recht in die Regierung von Westaustralien über. 1987 wurde die Gold Corporation gegründet, welche sich zu 100% im Staatsbesitz befindet, um die Perth Mint zu betreiben.

Produkte der Perth Mint

Die Perth Mint betreibt eine eigene Goldschmiede und Raffinerie, sie stellt Produkte aus Gold, Silber, Platin und Palladium her. Viele bekannte Münzen und Barren stammen von der Perth Mint, beispielsweise die Sovereign Münzen (1899-1931), die Lunar-Serie in Gold und Silber, aber auch die Kookaburra-Münzen oder die Münzen mit den beliebten Koalamotiven. Generell prägt die Münzprägestätte The Perth Mint nur Anlagemünzen, für Umlaufmünzen bzw. Währungsmünzen ist die Royal Australian Mint zuständig. Doch neben den Anlagemünzen werden auch Barren, wie beispielsweise der Barren mit dem Känguru-Motiv, und Schmuckstücke durch die Perth Mint hergestellt.

Im Oktober 2011 stellte die Prägestätte zudem eine Goldmünze mit dem Durchmesser von etwa 80cm, einer Dicke von 12cm und einem Gewicht von 1.012kg her. Diese Münze besteht aus 99,99% Gold und zeigt das australische Rote Riesenkänguru. Die Kopfseite präsentiert das Porträt von Queen Elizabeth II. Sie trägt zwar den Nennwert von 1 Million Australischen Dollar, allerdings betrug der Goldwert zum Prägezeitpunkt 53,5 Millionen Australische Dollar. 2012 wurde diese Münze von den Guinness World Records als „größte Münze“ ausgezeichnet.

Paul Kruger – die Kopfseite der Anlagemünze Krügerrand

Paul Kruger auf dem Krugerrand in Gold und Silber

Der Krügerrand ist eine der bekanntesten und beliebtesten Anlagemünzen überhaupt. Die Zahlseite ziert ein Springbock, doch wer ist der Mann auf der Kopfseite?

Stephanus Johannes Paulus Kruger lebte von 1825 bis 1904. Er war ein südafrikanischer Politiker und von 1882 bis 1902 sogar der Präsident der Südafrikanischen Republik. Er wird auch Paul Kruger genannt und stammte von deutschen Einwanderern ab.

Das Leben des Paul Kruger
Schon als Kind erlebte Kruger die Auseinandersetzungen zwischen Buren und den Briten mit. 1836 ließ sich seine Familie etwa 80 Kilometer von Johannesburg nieder. Kruger war Autodidakt und brachte sich nach und nach selbst Lesen und Schreiben bei, mit nur 16 Jahren erwarb er etwa 100 Kilometer von der elterlichen Farm seine eigene. 1842 heiratete er, doch seine Frau und das gemeinsame Kind verstarben wenige Jahre danach an Malaria. Nach ihrem Tod ging Kruger nochmals eine Ehe ein, in der 16 Kinder geboren wurden.

1854 wurde Kruger selbst zum Kommandanten der Stadt Rustenburg gewählt und die Burenrepublik Transvaal ernannte ihn 1864 zum Generalkommandanten ihrer Truppen. Als Großbritannien 1877 Transvaal erobern wollte, versuchte Kruger zunächst, durch Verhandlungen einen Rückzug der Briten zu erreichen. Als er scheiterte, stellte er zusammen mit anderen Burenführern ein Heer auf. Dieses gewann 1881 die Schlacht. Nachdem Transvaal daraufhin 1881 die Unabhängigkeit zugesichert wurde, wählte man Kruger 1882 zum Präsidenten des Burenstaates. Er gilt als einer der Gründerväter des heutigen Südafrika.

1904 verstarb Kruger im Alter von 78 Jahren. Seine sterblichen Überreste wurden am 16. Dezember 1904 im südafrikanischen Pretoria beigesetzt. Sein ehemaliger Amtssitz, das Krugerhaus, ist mittlerweile ein Museum. Das Grabmonument von Paul Kruger wurde bereits wiederholt das Opfer zielgerichteter Zerstörung. Am 30. März 1995 entstand ein erheblicher Schaden am gesamten Grabmal: Gesteinselemente und die Grababdeckplatte wurden stark beschädigt.

Paul Kruger auf dem Krügerrand
Seit 1967, dem Startjahr der Anlagemünze Krugerrand, ziert Paul Kruger die Kopfseite der Goldmünze. 2018 folgte die silberne Bullionversion, welche ebenfalls den ehemaligen Präsidenten zeigt. Der Krügerrand wird von der Rand Refinery bzw. der South African Mint geprägt und weltweit vertrieben.

Der große Panda auf chinesischen Münzen

Der große Panda zählt zu der Familie der Bären und lebt in China. Er ist eines der bekanntesten und beliebtesten Tiere weltweit – doch der schwarz-weiße Bär ist vom Aussterben bedroht.

Seit 1982 ziert das drollige Säugetier auch Anlagemünzen. Die People’s Bank of China entwickelte die Idee, auch Anlagemünzen mit chinesischen Motiven anzubieten und so veröffentlichte die Volksrepublik China 1982 mit der China Mint zusammen die Panda-Goldmünzen. Seit 2006 veröffentlicht die China Gold Coin Inc. diese Münzserie. Hergestellt werden die Münzen in zwei unterschiedlichen Prägeanstalten: der Shanghai Mint und der Shenyang Mint. Aufgrund dessen gibt es minimale Unterschiede in den Prägebildern und der Verpackung.

Die Motive des China Panda
Jedes Jahr zeigt die Münze ein neues Motiv mit einem oder zwei Pandas – ausgenommen 2001 und 2002, diese Jahre haben identische Prägebilder. Die erste Goldmünze der Serie trägt keinen Nennwert, jedoch haben seit 1983 alle Münzen ein Nominal. Eine Ausnahme bilden die Münzen einer Kleinstauflage für die chinesische Regierung. Münzen dieser Auflage gelten als Gastgeschenke und tragen keinen Nennwert. Die Kopfseite zeigt die „Halle des Erntegebetes“ des Himmelstempelkomplexes aus Peking. Über dem beeindruckenden Tempel mit dreistufigem Dach steht in chinesischen Schriftzeichen „Volksrepublik China“ und unter dem Gebäude das entsprechende Prägejahr. Während sich der Schriftzug gestalterisch leicht verändert hat, blieb die Tempeldarstellung dieselbe. Sowohl das jährliche Pandamotiv als auch der Tempel werden ebenfalls für die Silber-, Platin- und Palladiummünzen genutzt. Ebenso gibt es Prägungen aus einem Zusammenschluss von Silber und Gold.

1986 erschien der Panda erstmals nicht nur als Stempelglanzmünze, sondern auch mit der Mintmark P gekennzeichnet als Proof-Goldmünze. Bis 1994 hatten die beiden Münzvarianten dasselbe Motiv, 1995 zeigt die Proof-Münze genau wie 1996 zwei völlig andere Motive, welche seither nicht nochmals als Stempelglanzmotiv verwendet wurden. Seit 2002 werden jedoch keine Proof-Goldpandas mehr hergestellt.

Warum hat der China Panda keine Gewichtangabe in Unzen?
Seit dem Prägejahr 2015 beinhaltet das Design der Pandamünzen keine Gewichtsangaben mehr in Unzen, da Unzengewichte auf chinesischen Münzen aufgrund des „Measurement Laws“ nicht mehr zulässig sind. Daher müssen Gewichte in Kilogramm, Gramm oder überhaupt nicht angegeben werden. Grund hierfür ist unter anderem eine weitere Distanzierung vom Commonwealth. Statt den üblichen Stückelungen, angefangen bei 1/20oz, gibt es den Panda nun in 1g, 3g, 8g, 15g, 30g, 50g, 100g, 150g, 1.000g.

Jubiläumsprägungen
Zum 10-jährigen Jubiläum wurde eine Sonderprägungen mit einer Auflage von 2.500 Stück ausgegeben, zum 15. Jubiläum waren es sogar 3 Sonderprägungen in verschiedenen Größen. Zum 25. Jahrestag wurde ein Satz mit 25 Münzen ausgegeben, jede trug jeweils eines der bisher erschienenen Pandamotive. Sonderprägungen gibt es außerdem zu weiteren Jubiläumsjahren von beispielsweise Banken, zu Ausstellungen oder Messen.

Überwachung der Edelmetalllieferkette

Um sicherzustellen, dass der Weg der Edelmetalle ohne Ausbeutung und Umweltschäden beschritten werden kann, wird die Edelmetalllieferkette überwacht und ihre Stationen zertifiziert.

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat den „Leitfaden zur Sorgfaltspflicht für verantwortungsvolle Lieferketten von Mineralien aus Konflikt- und Hochrisikogebieten“ (Due Diligence Guidance) erstellt. Es handelt sich um Handlungsempfehlungen zur Förderung gewissenhafter Lieferketten von Mineralien – wozu auch Edelmetalle zählen. Ziel ist es mit diesem Leitfaden Unternehmen zu beraten, die Metalle aus Konflikt- oder Risikogebieten beziehen, um Verletzungen der Menschenrechte oder kriminelle Handlungen einzudämmen und zu verhindern.

Die LBMA (London Bullion Market Association) führt den außerbörslichen Handel mit Gold und Silber durch. Bei den Mitgliedern handelt es sich zum Beispiel um Banken, Händler oder Hersteller. Zum Handel sind nur Barren zugelassen, die von zertifizierten Raffinerien oder Prägeanstalten kommen. Es gilt bestimmte Qualitätsanforderungen zu erfüllen: LBMA-Barren haben einen Feingehalt von mindestens 99,5% und wiegen etwa 12,44 Kg. Silberbarren weisen einen Mindestfeingehalt von 99,9% auf. Die Feinheit, der Hersteller und die Barrennummer müssen direkt auf dem Barren verzeichnet sein. Die Barrennummer wird zudem vom Produzenten in ein Verzeichnis eingetragen. Erreicht wird so das Gütesiegel „Good Delivery“, welches die Echtheit der enthaltenen Merkmale garantiert. Barren von Herstellungsunternehmen mit diesem Status werden weltweit gehandelt und akzeptiert. Im deutschsprachigen Raum weisen unter anderem die Unternehmen Heraeus und Valcambi diese Zertifizierung auf.

Der RJC (Responsible Jewellery Council) hat seinen Sitz ebenfalls in London und ist ein internationaler Zusammenschluss von Unternehmen und Zulieferern der Schmuckbranche. Gefördert werden Unternehmen mit einer umwelt- und sozialverträglichen Unternehmenspolitik und die die Einhaltung der Menschenrechte beachten. Der RJC hat zur Umsetzung dieser Anforderungen verschiedene Standards entwickelt:

Der CoP (Code of Practice) stellt hierbei einen Verhaltenskodex auf, der für Mitgliedsunternehmen des RJC gilt und die komplette Lieferkette abdeckt. Diese Unternehmen verpflichten sich damit zur Einhaltung von folgenden vier Prinzipien innerhalb ihrer unternehmerischen Praxis:

  1. Unternehmensethik
    Darunter wird unter anderem das Verbot von Korruption, Geldwäsche, Terrorfinanzierung oder Schmuggel verstanden.
  2. Menschenrechte und soziale Leistung
    Hier werden beispielsweise Umstände wie Kinderarbeit, Gesundheit und Sicherheit oder Arbeitszeiten betrachtet.
  3. Managementsysteme
    Es besteht die Bindung an bestehende rechtliche Grundlagen, die Unternehmenspolitik und die Geschäftsbeziehungen.
  4. Umweltverantwortung
    Unter dieses Prinzip fallen der Umweltschutz, die Nutzung von natürlichen Ressourcen und Energie, genauso wie der Umgang mit Abfall, Gefahrenstoffen oder Emissionen.

Die CoC (Chain of Custody)-Zertifizierung dient der Nachvollziehbarkeit. Sie garantiert die Produkt- und Materialienidentität – man kann alles von der Mine bis in den Handel zurückverfolgen. Mitgliedsunternehmen unterziehen sich einem Überwachungsaudit, um sicherzustellen, dass alle Standards in der Kette eingehalten werden.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass die LBMA sich auf Gold- und Silberbarren spezialisiert hat und deren Edelmetalllieferkette überwacht. Der RJC bezieht sich auf die Edelmetalllieferketten, die in der Schmuckindustrie genutzt werden.

Die Edelmetalllieferkette in der Elektronikindustrie
Auch in der Elektroindustrie gibt es Zertifizierungen, die bestimmte Unternehmen auszeichnen. Die CFSI (Conflict Free Sourcing Initiative) steht dabei für Firmen, deren Produkte ausschließlich konfliktfreies Gold enthalten. Durch das CFSP (Conflict Free Smelter Program) werden Raffinerien und Schmelzereien identifiziert, die die Standards erfüllen, konfliktfreie Materialien herstellen und deren Lieferketten nachvollziehbar sind. Es ist auch möglich Altgold zu recyceln, welches den Anforderungen entspricht. Zertifizierte Unternehmen werden in der „Conflict Free Smelter List“ aufgeführt und veröffentlicht.

Platin und Palladium
Natürlich gibt es auch Zertifizierungen der anderen Edelmetalle, abgesehen von Gold und Silber. Der LPPM (London Platinum and Palladium Market) funktioniert vom Prinzip her wie die bereits erklärte LBMA. Diese internationale Handelsvereinigung fördert den Handel mit Platin- und Palladiumbarren von zugelassenen Scheideanstalten und Produzenten. Genau wie bei der LBMA müssen der Feingehalt (mindestens 99,95%), der Hersteller, das Herstellungsjahr, die Barrennummer und das Gewicht (1–6kg) auf dem Barren verzeichnet sein. Das Gütesiegel „Good Delivery“ versichert auch beim LPPM die Echtheit der Angaben. Im deutschsprachigen Raum stehen unter anderem wieder die Unternehmen Heraeus und Valcambi auf der „Good Delivery List“.

Australische Prägekunst trifft auf chinesische Tierkreiszeichen

Australien – ein Kontinent reich an Edelmetallvorkommen, beispielsweise wurde das schwerste Goldnugget der Welt namens „Welcome Stranger“ in Moliagul gefunden. Dementsprechend stammen auch begehrte Anlagemünzen aus Down Under. Zu den bekanntesten gehören wohl das Australian Kangaroo oder die Lunarmünzen. Bei Letzterem handelt es sich um eine Münzserie mit jährlich wechselndem Motiv passend zum jeweiligen Tierkreiszeichen des chinesischen Kalenders.

Die Münzen der Lunarserie werden seit Beginn an, also 1996, von der Perth Mint geprägt. Die Münzen bilden jeweils in Gold und Silber das Tierkreiszeichen ab, das im chinesischen Kalender dem entsprechenden Jahr zugeordnet ist. Ebenso enthalten sie das dazugehörige chinesische Schriftzeichen. So war 2011 das Jahr des Hasen und die goldene Lunarmünze präsentierte einen Hasen neben Salatblättern. Die Münze des Jahrgangs 2013 war der Schlange gewidmet und zeigte in Silber eine Schlange auf einem Ast. Das Jahr der Ziege 2015 wurde von einem goldenen Ziegenbock vor einer angedeuteten Berglandschaft begleitet. Die vollständige Liste der 12 Tierkreiszeichen sieht folgendermaßen aus:
Maus, Ochse, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund, Schwein

Eine Besonderheit der Lunarmünzen ist, dass sich die Motive auf den Gold- und Silbermünzen unterscheiden.

Die Rückseite zeigt immer das Porträt der englischen Königin Elizabeth II, die auch in Australien Staatsoberhaupt ist. Zunächst gab es die Lunarmünzserie nur in Gold. 1999 fing die Perth Mint an, die Serie auch in Silber zu prägen.

Zwischen 1996 und 2007 wurde also die Lunar I Serie in Gold ausgegeben, 1999 startete dann Silber mit dem Tierkreiszeichen Hase, damit sie parallel zur Goldversion verlief. Um die Serien zu synchronisieren wurde 2007, dem Jahr des Schweins, auch die Maus, der Ochse und der Tiger ausgegeben. Zwar stand auf der Rückseite das Ausgabejahr 2007, jedoch zeigte die Motivseite neben den verschiedenen Tierkreiszeichen auch das entsprechende Jahr (also 2008 bei der Maus, 2009 beim Ochsen und 2010 das Jahr des Tigers).

Zwischen 2008 und 2019 erschien dann die Lunar II Serie und seit 2020 befinden wir uns in Lunar III. Begonnen mit Maus und gefolgt vom Ochsen, gab die Perth Mint nun die Münze für 2022 heraus, sie zeigt den Tiger.

In der chinesischen Mythologie wurde die Reihenfolge der Tierkreiszeichen im Lunarkalender mithilfe eines Rennen über einen Fluss entschieden. In diesem Rennen soll der Tiger, trotz seiner Angst vor Wasser, als dritter ans Ufer gekommen sein. Diesen Erfolg habe er seiner Stärke zu verdanken. Der Legende nach beeinflusst jedes Tier die Persönlichkeit jener Menschen, die im entsprechenden Jahr geboren wurden. So gelten Menschen, die im Jahr des Tigers geboren wurden, als mutig und aktiv – sie lieben Herausforderungen und Abenteuer im Leben.

Die Silbermünze zeigt dieses Jahr eine Tigermutter mit ihrem Jungen. Während sie mit wachsamem Blick posiert, folgt ihr der kleine Tiger. Umgeben sind die Beiden mit, für China typischen, Pflanzen – so erkennt man rechts beispielsweise Bambus. Mittig über den Tieren steht das chinesische Schriftzeigen für Tiger und das entsprechende Jahr 2022.

Die Goldmünze zeigt einen majestätischen Tiger, der auf einem Felsen zu stehen scheint. Sein Blick ist nach Hinten gerichtet und durch sein geöffnetes Maul präsentiert das furchtlose Tier die scharfen Eckzähne einer Raubkatze. Links neben dem Abbild ist das chinesische Schriftzeichen für Tiger und das Jahr des Tigers 2022 zu lesen.

Münzen: Wie man sie dreht und wendet

Münze ist nicht gleich Münze – neben geläufigen Unterscheidungen, wie beispielsweise in Gold- oder Silbermünzen, kann man sie auch anhand ihrer Stempelstellung einteilen. Einmal in die Wendeprägung und einmal in die Kehrprägung. Dabei wird in der Ausrichtung von vorderen und rückseitigen Motiven zueinander differenziert.

Die ersten Münzprägungen, etwa aus dem 7. Jh. v. Chr., kannten keine Kehr- oder Wendeprägung. Damals wurde ein Tropfen Metall durch eine Stanzung mithilfe eines Meißels geprägt. Somit erhielt nur eine Seite der Münze eine Prägung. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war dieser Vorgang Handarbeit. Das Gepräge beinhaltete damals bereits Motive sowie Schriften. Dies wurde beibehalten und ab 650 v. Chr. wurde die Münzprägung kunstvoller. In diesem Zusammenhang kam es auch zu beidseitigen Prägungen einer Münze mit verschiedenen Motiven. Die Kehr- und Wendeprägung waren Teil dieser Entwicklung.

Kehrprägung
Hält man eine kehrgeprägte Münze in der Hand, sodass das Vordermotiv aufrecht steht, dann kann man diese umkehren und auch die Rückseite ist dann aufrecht stehend. Hierfür dreht man die Münze um ihre vertikale Achse. Diese Art der Prägung ist beispielsweise beim Krügerrand, aber auch bei deutschen oder österreichischen Zahlungsmitteln, gebräuchlich.

Wendeprägung
Wendet man eine Münze mit aufrecht stehendem Vordermotiv, dreht sie also um ihre horizontale Achse und erhält dann auch eine aufrecht stehende Rückseite, ist sie wendegeprägt. Vor allem französische Münzen weisen diese Art der Prägung auf – hierzu zählen unter anderem die 20 Francs Goldmünzen „Napoleon III“, „Ceres“ sowie das Motiv „Marianne“ mit dem gallischen Hahn. Allerdings weisen auch andere Münzen diese Motivausrichtung auf, so zum Beispiel die Feingoldmünze „American Buffalo“. Hier stehen sich vorderseitig das Porträt eines Indianers und rückseitig ein nordamerikanischer Büffel gegenüber.