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Die Bounty

Die Meuterei auf der Bounty – nicht nur ein geschichtliches Ereignis, sondern das Abbild des Schiffes lässt sich in Romanen und Filmen finden. Ebenso allerdings auf Münzen der Cook Islands.

Die Bounty hatte ihre Ursprünge in den Hungersnöten zwischen 1780 und 1787. Durch den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg waren Getreidelieferungen aus den nordamerikanischen Kolonien von Großbritannien in die Karibik ausgefallen. Um die Überführung von Stecklingen der Brotfurcht als Nahrungsquelle zu den Großgrundbesitzern in der Karibik sicherzustellen, erließ König Georg III 1787 eine entsprechende Order an die Admiralität. Um Zeit zu sparen, wurde der zivile Kohletransporter Bethia erworben. Ihre begrenzte Größe erwies sich allerdings als problematisch, da sie alleine mit der Besatzung überfüllt war. Im Mai 1787 wurde das Schiff dann an die Werft der Admiralität bei Chatham verlegt und umgebaut. Im Juni wurde es fertig gestellt und der neue Name lautete „Bounty“, was so viel wie „Wohltat“ und „Güte“ bedeutet. Der Name sollte die Gnade des Königs zum Ausdruck bringen, der sich um den Hunger der Sklaven seiner Untertanen kümmerte.

Die Meuterei auf der Bounty
Am 23. Dezember 1787 stach die Bounty unter dem Kommando des Leutnant William Bligh in See, um über Kap Hoorn nach Tahiti zu fahren und nach der Ablieferung der Pflanzen nach England zurückzukehren. Schon auf der Hinfahrt kam es immer wieder zu Reibungspunkten zwischen Bligh und seiner Besatzung. Doch am 25. Oktober 1788 ging die Bounty am Zielort Tahiti vor Anker. Fünf Monate später – Anfang April 1789 – verlies die Bounty Tahiti. Nach einem Zwischenstopp in Nomuka, bei dem es zum Streit mit Einheimischen kam, welche auch Ausrüstung stahlen, wofür Bligh den Wachführer Fletcher Christian verantwortlich machte, kam es auf See bei Tofua am 28. April zur Meuterei. Drahtzieher war unter anderem Christian. Nach hitzigen Diskussionen und Drohungen mit Waffen wurden Bligh und Fryer mit 16 anderen Männern ins viel zu kleine Beiboot ausgesetzt. Nicht alle seine loyalen Anhänger konnte er daher mitnehmen. Bligh gelang eine seemännische Meisterleistung und er schaffte es, das sieben Meter lange und zwei Meter breite Beiboot in 41 Segeltagen über 5800km zum europäischen Stützpunkt auf Timor zu navigieren. 12 der 18 ausgesetzten Männer überlebten die Reise.

Die Meuterer auf der Bounty wiederum versuchten auf Tubuai eine Kolonie zu gründen, jedoch scheiterte dies aufgrund von Streitigkeiten untereinander und mit den Einheimischen. Die Bounty setzte also drei Monate später wieder Kurs nach Tahiti, jedoch war die Wahrscheinlichkeit groß, dort von der Admiralität gefasst und gehängt zu werden. 16 Männer entschieden sich trotzdem auf eine Suchexpedition zu warten, statt Christian auf der Bounty zu begleiten. Die übrigen neun Briten stachen in Begleitung von Männern und Frauen aus Tahiti und Tubuai in See, um ein Versteck zu finden. Mitten im Pazifik fern ab von Handelsrouten wurden sie auf der Insel Pitcairn fündig. 1790 steckten sie die Bounty in Brand, um sämtliche Spuren zu vernichten. Noch heute liegen ihre Reste wenige Meter tief in der Bounty Bay unter Wasser. Trotz der Besiedelung der Insel leben heute noch direkte Nachkommen der Meuterer auf Pitcairn.

Wie bereits erwähnt dient die Meuterei der Bounty als Futter für diverse Romane, Filme, Theaterstücke oder Hörspiele. Dass gerade diese Meuterei ein beliebter Inhalt ist, liegt an ihren besonderen Umständen. Zu diesen zählt beispielsweise die Meisterleistung von William Bligh oder die Tatsache, dass nur wenige Meuterer auf Tahiti gefasst und nach England zurückgebracht wurden und der Rest ein neues Leben begann.

Seit 2007 ziert das Abbild der Bounty bereits Anlageprodukte, zu Anfang jedoch nur einen 1kg Silberbarren. 2008 gab es die silberne Bounty dann auch als 1kg Silbermünze und weitere Barren – 5kg, 100oz und 100g. Zudem erschien die 99,95% Palladiummünze und die 99,95% Platinmünze mit dem Bountymotiv im November desselben Jahres. 2009 folgte die 1oz Münze in Silber und 2011 Münzen und Barren in 500g und 250g. Daneben gibt es noch die Stückelungen 1/10 Feinunze, 1/4 Feinunze, 1/2 Feinunze, 20 Feinunzen. 2009 erschien dann erstmalig die goldene Bounty als Münze zu 1oz, 1/2oz, 1/4oz und 1/10oz. Zudem gab es 2011 eine Neuheit im Bereich des Anlagesilbers – es wurden Bounty-Münzstagen mit einem Feingehalt von 999,9/1.000 und dem Gewicht von 1kg, 500g oder 250g ausgegeben. 2013 stellte man diese Produktion jedoch ein, da die Steuerbegünstigungen wegfielen.

Die Kopfseite der Münzen zeigt, wie bei allen Commonwealth-Staaten, das Abbild von Königin Elisabeth II. In unregelmäßigen Abständen wird das Konterfei angepasst, damit es dem äußeren Erscheinungsbild der Königin gleicht. Bis zum Prägejahr 2016 war der Hintergrund sowohl auf der Kopf- als auch auf der Zahlseite glatt und mattiert. Neuere Prägungen hingegen haben eine radiale oder wellenförmige Netzstruktur im Hintergrund. Dieses Muster dient nicht nur zu optischen Zwecken, sondern macht die Produkte fälschungssicherer und die Oberfläche unempfindlicher gegenüber Abnutzungen. Die Zahlseite zeigt neben dem Nennwert und dem Gewicht sowie dem Feingehalt das Segelschiff Bounty.

Überwachung der Edelmetalllieferkette

Um sicherzustellen, dass der Weg der Edelmetalle ohne Ausbeutung und Umweltschäden beschritten werden kann, wird die Edelmetalllieferkette überwacht und ihre Stationen zertifiziert.

Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat den „Leitfaden zur Sorgfaltspflicht für verantwortungsvolle Lieferketten von Mineralien aus Konflikt- und Hochrisikogebieten“ (Due Diligence Guidance) erstellt. Es handelt sich um Handlungsempfehlungen zur Förderung gewissenhafter Lieferketten von Mineralien – wozu auch Edelmetalle zählen. Ziel ist es mit diesem Leitfaden Unternehmen zu beraten, die Metalle aus Konflikt- oder Risikogebieten beziehen, um Verletzungen der Menschenrechte oder kriminelle Handlungen einzudämmen und zu verhindern.

Die LBMA (London Bullion Market Association) führt den außerbörslichen Handel mit Gold und Silber durch. Bei den Mitgliedern handelt es sich zum Beispiel um Banken, Händler oder Hersteller. Zum Handel sind nur Barren zugelassen, die von zertifizierten Raffinerien oder Prägeanstalten kommen. Es gilt bestimmte Qualitätsanforderungen zu erfüllen: LBMA-Barren haben einen Feingehalt von mindestens 99,5% und wiegen etwa 12,44 Kg. Silberbarren weisen einen Mindestfeingehalt von 99,9% auf. Die Feinheit, der Hersteller und die Barrennummer müssen direkt auf dem Barren verzeichnet sein. Die Barrennummer wird zudem vom Produzenten in ein Verzeichnis eingetragen. Erreicht wird so das Gütesiegel „Good Delivery“, welches die Echtheit der enthaltenen Merkmale garantiert. Barren von Herstellungsunternehmen mit diesem Status werden weltweit gehandelt und akzeptiert. Im deutschsprachigen Raum weisen unter anderem die Unternehmen Heraeus und Valcambi diese Zertifizierung auf.

Der RJC (Responsible Jewellery Council) hat seinen Sitz ebenfalls in London und ist ein internationaler Zusammenschluss von Unternehmen und Zulieferern der Schmuckbranche. Gefördert werden Unternehmen mit einer umwelt- und sozialverträglichen Unternehmenspolitik und die die Einhaltung der Menschenrechte beachten. Der RJC hat zur Umsetzung dieser Anforderungen verschiedene Standards entwickelt:

Der CoP (Code of Practice) stellt hierbei einen Verhaltenskodex auf, der für Mitgliedsunternehmen des RJC gilt und die komplette Lieferkette abdeckt. Diese Unternehmen verpflichten sich damit zur Einhaltung von folgenden vier Prinzipien innerhalb ihrer unternehmerischen Praxis:

  1. Unternehmensethik
    Darunter wird unter anderem das Verbot von Korruption, Geldwäsche, Terrorfinanzierung oder Schmuggel verstanden.
  2. Menschenrechte und soziale Leistung
    Hier werden beispielsweise Umstände wie Kinderarbeit, Gesundheit und Sicherheit oder Arbeitszeiten betrachtet.
  3. Managementsysteme
    Es besteht die Bindung an bestehende rechtliche Grundlagen, die Unternehmenspolitik und die Geschäftsbeziehungen.
  4. Umweltverantwortung
    Unter dieses Prinzip fallen der Umweltschutz, die Nutzung von natürlichen Ressourcen und Energie, genauso wie der Umgang mit Abfall, Gefahrenstoffen oder Emissionen.

Die CoC (Chain of Custody)-Zertifizierung dient der Nachvollziehbarkeit. Sie garantiert die Produkt- und Materialienidentität – man kann alles von der Mine bis in den Handel zurückverfolgen. Mitgliedsunternehmen unterziehen sich einem Überwachungsaudit, um sicherzustellen, dass alle Standards in der Kette eingehalten werden.

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass die LBMA sich auf Gold- und Silberbarren spezialisiert hat und deren Edelmetalllieferkette überwacht. Der RJC bezieht sich auf die Edelmetalllieferketten, die in der Schmuckindustrie genutzt werden.

Die Edelmetalllieferkette in der Elektronikindustrie
Auch in der Elektroindustrie gibt es Zertifizierungen, die bestimmte Unternehmen auszeichnen. Die CFSI (Conflict Free Sourcing Initiative) steht dabei für Firmen, deren Produkte ausschließlich konfliktfreies Gold enthalten. Durch das CFSP (Conflict Free Smelter Program) werden Raffinerien und Schmelzereien identifiziert, die die Standards erfüllen, konfliktfreie Materialien herstellen und deren Lieferketten nachvollziehbar sind. Es ist auch möglich Altgold zu recyceln, welches den Anforderungen entspricht. Zertifizierte Unternehmen werden in der „Conflict Free Smelter List“ aufgeführt und veröffentlicht.

Platin und Palladium
Natürlich gibt es auch Zertifizierungen der anderen Edelmetalle, abgesehen von Gold und Silber. Der LPPM (London Platinum and Palladium Market) funktioniert vom Prinzip her wie die bereits erklärte LBMA. Diese internationale Handelsvereinigung fördert den Handel mit Platin- und Palladiumbarren von zugelassenen Scheideanstalten und Produzenten. Genau wie bei der LBMA müssen der Feingehalt (mindestens 99,95%), der Hersteller, das Herstellungsjahr, die Barrennummer und das Gewicht (1–6kg) auf dem Barren verzeichnet sein. Das Gütesiegel „Good Delivery“ versichert auch beim LPPM die Echtheit der Angaben. Im deutschsprachigen Raum stehen unter anderem wieder die Unternehmen Heraeus und Valcambi auf der „Good Delivery List“.

Gold- und Silbermünze Australia’s Most Dangerous – Redback Spider, 1oz, 2020

Die australische Münzprägeanstalt „Royal Australian Mint“ (RAM) legt in Kooperation mit der LPM zum ersten Mal die 1-Unzen-Gold- und Silbermünzen Redback Spider der Anlagemünzenserie „Australia’s Most Dangerous“ auf. Die Goldmünze Redback Spider ist weltweit auf nur 250 Stück und die Silbermünze auf nur 25.000 Stück limitiert. Der Feingehalt beträgt 99,99% Feingold bzw. 99,9% Feinsilber und das Feingewicht beläuft sich auf eine Unze bzw. 31,1 Gramm. Als offizielles Zahlungsmittel Australiens entspricht der Nennwert der Goldmünze 100 AUD und bei der Silbermünze 1 AUD.

Die Vorderseite beider Münzen zeigt das von Jody Clark gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II., sowie den Nennwert und das Prägejahr 2020. Auf der Rückseite ist eine Rotrückenspinne abgebildet, die sich an einem Faden herablässt. Im unteren Drittel der Münze ist der Name „REDBACK SPIDER“ in das Netz der Spinne eingelassen. Am rechten oberen Rand stehen das Feingewicht sowie der Feingehalt.

Die Redback Spider oder Rotrückenspinne kommt ursprünglich aus Australien und gehört zu der Gattung der „Echten Witwen“. Markantestes Merkmal der Spinne sind die namensgebenden roten Streifen auf dem Rücken. Die Rotrückenspinne, deren Gift für einen Menschen durchaus lebensgefährlich sein kann, zählt zu den giftigsten Spinnen Australiens.

Die weibliche Spinne erreicht eine Körperlänge zwischen 10 und 12 mm, wohingegen die männliche Spinne mit 3–4 mm wesentlich kleiner ist. Mit 3–4 Monaten ist die Rotrückenspinne geschlechtsreif. Im Labor können in 16 Wochen bis zu 2.500 Jungtiere hervorgebracht werden. Die Spinne ernährt sich vorwiegend von geflügelten Insekten, Weberknechten und kleineren Eidechsen. Das Opfer wird durch einen Biss getötet. Dabei wird ein Verdauungsenzym injiziert, durch welches sich das Opfer von innen her auflöst. Das Beutetier wird später durch die Spinne ausgesaugt. Die Spinne ist sehr giftig, wobei sich die Zahl der Bisse mit Todesfolge seit Beginn der Aufzeichnung, dank eines bestehenden Gegenmittels, auf nur 13 nachgewiesene Fälle beläuft.

Goldmünze Australia Double Sovereign

Mit der Goldmünze Australia Double Sovereign, Privy Mark „200“, in der höchsten Prägequalität, polierte Platte, wird der 200. Geburtstag, der im Jahr 1901 verstorbenen Queen Victoria gefeiert.

Queen Victoria wurde am 24.05.2019 im Kensington Palast in London geboren. Mit jungen 18 Jahren bestieg sie am 20.06.1837 den englischen Thron und wurde somit zur Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland. Im Jahr 1840 heiratete Victoria ihren Cousin, Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Königin Victoria und Albert hatten 9 Kinder. Durch deren Hochzeiten und Nachkommen waren Sie mit fast allen Adelshäusern in Europa verwandt, wodurch Victoria auch den Beinamen „Großmutter Europas“ erhielt. Ab 1876 wurde sie zusätzlich zur Kaiserin von Indien ernannt. Victoria hatte insgesamt 63 Jahre und 7 Monate den Thron inne und herrschte über ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung. Nach ihr wurde ein ganzes Zeitalter benannt – das Viktorianische Zeitalter. Königin Victoria verstarb am 22.01.1901.

Ebenso wird mit der Goldmünze die historische Sovereign Münze der Sydney Mint, aus dem Jahr 1855 gewürdigt. Es war die erste Münze der Sydney Mint.

Die Sammlermünze besteht aus 22 Karat Gold was einer Feinheit von 91,70% Gold entspricht. Die Goldmünze hat ein Gewicht von 15,982g. Weltweit werden nur 500 Münzen ausgegeben. Auf der Rückseite der Goldmünze ist die St. Edwards Krone, ein Lorbeerkranz sowie das Wort „AUSTRALIA“ abgebildet. Am oberen Rand der Münze steht „PERTH MINT“ und auf der gegenüberliegenden Seite „DOUBLE SOVEREIGN“.
Die Vorderseite der Münze zeigt das von Jody-Clark gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II., den Nennwert 50 AUD sowie das Prägejahr 2019.

Goldmünze „20 Euro Wanderfalke 2019“ 1/8oz

Goldmünzserie „Heimische Vögel“

Die Nachfolger der erfolgreichen Goldmünzenserie „Deutscher Wald“ sind die „Heimischen Vögel“, bestehend aus insgesamt sechs Münzen. Bereits im Jahr 2016 wurde die Goldmünze  Nachtigall geprägt. 2017 der Pirol, 2018 der Uhu, 2019 der Wanderfalke. Im Jahr 2020 wird der Weißstorch kommen und zuletzt wird der Schwarzspecht aufgelegt. Damit setzt das Bundesministerium der Finanzen die Ausgabe von deutschen Euro-Goldmünzen mit einer naturbezogenen Thematik fort. Die Münzen werden von allen fünf Münzprägestätten (Berlin, Hamburg, Karlsruhe, München, Stuttgart) in Deutschland geprägt.
Die Goldmünzen haben jeweils einen Feingoldgehalt von 999,9 und ein Gewicht von 3,89g, was einer 1/8oz entspricht.

Goldmünze „20 Euro Wanderfalke 2019“ 1/8 oz

Der Wanderfalke (Falco peregrinus) gehört zur Familie der Falken und zählt zu den größten Vertretern seiner Familie. Als Kosmopolit war er in nahezu allen Kontinenten vertreten. Im Jahr 1970 war sein Fortbestand drastisch bedroht und er war in großen Teilen der Welt nahezu ausgestorben.
Im Jahr 1971 wurde der Wanderfalke vom „Deutschen Bund für Vogelschutz“ (heute NABU) zum ersten „Vogel des Jahres“ berufen, um auf die drohende komplette Ausrottung des Wanderfalken aufmerksam zu machen.

Einer der wesentlichen Gründe für den Bestandsrückgang war der Einsatz von DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) in der Landwirtschaft. Die Auswirkungen des Insektizids, auch auf die Vogelwelt, waren dramatisch. Das DDT reicherte sich am Ende der Nahrungskette an und deren Nahrungsaufnahme verursachte bei Greifvögeln die Produktion von Eiern mit viel zu dünnen Eierschalen. Dadurch zerbrachen die Eier noch vor dem Schlüpfen und das Vogelsterben hatte begonnen.

Zwischenzeitlich hat sich der Bestand des Wanderfalken, zumindest in weiten Teilen Europas wieder stabilisiert. In Deutschland gibt es mittlerweile wieder mehr als 600 Brutpaare.

Der Wanderfalke ist eines der schnellsten Tiere der Welt. Bei der Jagd kann er Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h erreichen. Er frisst fast ausschließlich kleine und mittelgroße Vögel. Dazu gehören Haustauben, Stare, Drosseln, Feldlerchen, Buchfinken und Rabenvögel. Der Wanderfalke ist ein Standvogel, der auch über den Winter in seinem Revier bleibt. Ab März legen die Weibchen die ersten Eier und brüten diese ca. 29 – 32 Tage.

Die Goldmünze 1/8oz Wanderfalke 2019 hat einen Durchmesser von 17,5mm und ebenfalls einen Feingehalt von 999,9. Das Gewicht der Goldmünze beträgt 3,89g. Der Münzrand ist geriffelt. Auf der Rückseite der Goldmünze ist der Wanderfalke auf einem Felsvorsprung abgebildet und im Hintergrund ist ein weiterer Wanderfalke abgebildet, der sich durch die Luft gleiten lässt. Das Motiv wurde durch Bodo Broschat entwickelt. Auf der Vorderseite ist, wie auf allen Münzen der Serie der Reichsadler, der Nennwert sowie das Prägejahr abgebildet.

Gold- und Silbermünze Australian Kangaroo, 1oz, polierte Platte, High Relief

Im Jahr 1986 legte die australische The Perth Mint erstmals die Goldmünze „Australian Nugget“ auf. Das erste Motiv erinnert an den legendären Fund des „Welcome Stranger“, das bisher weltweit größte gefundene Goldnugget. Bis ins Jahr 1989 wurden verschiedene Motive von populären Goldnuggets dargestellt. Aufgrund mangelnden Absatzes wurde das Motiv ab 1990 geändert und es wurde erstmalig das Rote Känguru als Motiv gewählt. Die Bullion Goldmünze hat sich seitdem zu einer sehr beliebten Münze entwickelt. Im Jahr 2016 legte die Perth Mint erstmals eine Silbermünze mit dem beliebten Motiv des „Australian Kangaroo“ auf. Seitdem entwickelte sie sich zu einer der beliebtesten Silbermünzen und steht in direktem Wettbewerb zu dem „Wiener Philharmoniker“, der sich zwischenzeitlich neben dem kanadischen „Maple Leaf“ und dem amerikanischen „Silver Eagle“ zum Marktführer entwickelt hat.

Im Jahr 2019 legt die Münzprägeanstalt Perth Mint zwei weitere außergewöhnlich schöne Gold- und Silbermünzen zu je 1oz, mit dem Motiv des roten Riesenkängurus auf. Die auf 500 Münzen limitierte Goldmünze „Australian Kangaroo“ polierte Platte, high Relief, hat ein Gewicht von 1oz und ein Feingehalt von 99,99% Gold. Die Silbermünze „Australian Kangaroo“ ist limitiert auf nur 10.000 Stück und hat ebenfalls ein Feingehalt von 99,99% Silber.

Auf der Rückseite beider Münzen ist ein sitzendes, rotes Riesenkänguru im australischen Outback abgebildet. Umrahmt wird es von der australischen Sonne sowie zwei für Australien typische Bäume. Über der anmutenden Landschaft ist die Aufschrift „AUSTRALIAN KANGAROO“ sowie das „P“ -Münzzeichen (Prägezeichen der Perth Mint) das Gewicht, der Feingehalt sowie das Prägejahr 2019 geprägt.

Die Vorderseite der Münze zeigt das von Jody-Clark gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II., das Gewicht, Feinheit, den Nennwert sowie das Prägejahr 2019.

Goldmünze Australian Koala 2019, Polierte Platte, High Relief

Der Koala ist eines der beliebtesten Beuteltiere Australiens und neben dem Känguru das am weitesten verbreitete Symbol Australiens. Der Koala wird 61 bis 81 cm groß und hat ein Gewicht zwischen 4 und 14 kg. In einigen Regionen Australiens ist das Beuteltier nahezu ausgestorben. Durch sein freundliches und an Teddybären erinnerndes Aussehen, steht der Koala in Australien für den Naturschutz.

Die Münze „Australian Koala“ wird bereits seit 2007 als Anlagemünze in Gold- und Silber von der Münzprägeanstalt Perth Mint herausgegeben. Jedes Jahr prägt die Perth Mint neben den Anlagesilber- und Goldmünzen auch stark limitierte Sammlermünzen. Die neueste Sammlerausgabe des „Australian Koala“ umfasst eine Goldmünze in zwei Ausführungen, jeweils 1oz oder 2oz, sowie eine Silbermünze zu 5oz. Die Auflage der Goldmünzen 1oz beläuft sich auf 500 Stück und die 2oz auf nur 150 Stück. Der Feingoldgehalt beläuft sich auf 99,99%. Die Auflage der Silbermünze 5oz beläuft sich auf 500 Stück und hat ebenfalls einen Feingehalt von 99,99% Feinsilber.

Auf der Rückseite jeder Münze ist ein Koala abgebildet. Das Prägejahr 2019 zeigt den Koala auf dem Ast eines Eukalyptusbaums sitzen. Das Design der jährlich wechselnden Münze enthält die Aufschrift „AUSTRALIAN KOALA“, das „P“ -Münzzeichen (Prägezeichen der Perth Mint) das Gewicht und den Feingehalt sowie das Prägejahr 2019.

Auf der Vorderseite ist das Bildnis der Königin Elizabeth II sowie der Nennwert abgebildet. Die Goldmünzen werden in einer repräsentativen Holzschatulle verkauft.

Die Besonderheit der Silbermünze ist die konkave Prägung wodurch das Abbild des Koalas besonders hervorgehoben wird. Die Münze wird in einer repräsentativen Designverpackung geliefert.

Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG

Die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG – kurz Agosi – zählt mit über 20.000 Einsendungen und einer Aufarbeitungskapazität von 2.000 Tonnen Scheidgut jährlich zur Spitze der europäischen Scheideanstalten. Fairness, Transparenz und Nachhaltigkeit spielen für das Edelmetallunternehmen stets eine tragende Rolle.

Die Agosi wurde am 20.01.1891 von elf namhaften Schmuck- und Uhrenfabrikanten aus der Goldstadt Pforzheim gegründet. Ziel der Gründung war die Etablierung einer unabhängigen Scheideanstalt in Pforzheim, die auch komplexere Materialien aufarbeiten konnte.

Seit 1938 betreibt die Agosi ebenfalls eine Betriebsstätte für Basismetalle. Im zweiten Weltkrieg nahm die Stadt Pforzheim, neben Dresden und Hamburg, den größten Schaden und wurde fast komplett zerstört. Auch das Gebäude der Agosi blieb nicht verschont. Erst im Jahre 1946 war es wieder aufgebaut.

Im Laufe der Jahre hat sich die Agosi immer weiterentwickelt und erhielt 1989 die Akkreditierung durch die London Bullion Market Association (LBMA) für die Herstellung von Good Delivery Barren in Feingold und Feinsilber. Im Jahr 1991 feierte die Pforzheimer Scheideanstalt bereits das 100. Jubiläum und gehört inzwischen zu den führenden Scheideanstalten in ganz Europa.

Durch die Schließung des Degussa Standortes wurde 1993 das Schmuckmetallgeschäft übernommen und in den Verbund integriert. Im Jahr 2003 übernahm die belgische Umicore einen Großteil der Aktien. Das Spektrum der Agosi wurde von der reinen Edelmetallaufarbeitung bis hin zur Halbzeugherstellung ausgeweitet. Heute gehört sie zu den führenden Kreislaufanbietern für Edelmetalle und Edelmetallservices in Europa.

The Royal Mint Ltd.

Die königliche Münzprägestätte Großbritanniens – die Royal Mint – fertigt jährlich Münzen und Medaillen für durchschnittlich 40 Länder und zählt als weltweit führende Exportprägeanstalt. Als staatseigene Münzstätte, die sich seit 2009 zu 100 Prozent im Besitz des Finanzministeriums Ihrer Majestät befindet, liegt ihre Aufgabe jedoch in erster Linie in der exklusivrechtlichen Versorgung des Vereinigten Königreichs mit Münzen, Rohlingen und offiziellen Medaillen. Die Prägekapazität umfasst pro Woche circa 90 Millionen Münzen und Rohlinge – auf das gesamte Jahr gerechnet also nahezu 5 Milliarden.

Vor über 1.100 Jahren entstanden, war die Prägeanstalt historisch Teil einer Reihe von Prägestätten, die zur zentralisierten Herstellung von Münzen für das Königreich England, ganz Großbritannien und schließlich den größten Teil des Britischen Reiches errichtet wurden. Die ursprüngliche Londoner Prägeanstalt, aus der die Royal Mint als Nachfolger hervorgeht, wurde 886 n. Chr. gegründet und befand sich etwa 800 Jahre lang im Tower of London, bevor sie zum heutigen Royal Mint Court wechselte und dort bis in die 1960er Jahre blieb. Als Großbritannien dem Rest der Welt bei der Dezimalisierung seiner Währung folgte, zog die Royal Mint in eine neue Fabrik in Llantrisant, South Wales, wo sie seitdem beheimatet ist und über 900 Angestellte beschäftigt.

In Großbritannien gilt die Royal Mint als Nationalschatz. Doch auch für den Rest der Welt ist sie für über ein Jahrtausend an Erfahrung, den Einsatz innovativer Spitzentechnologie und ein Höchstmaß an Prägequalität bekannt. Zu den bedeutendsten Investmentmünzen der Royal Mint zählen unter anderem die britischen Gold-Sovereigns, die Britannia-Münzen aus Gold und Silber, sowie die goldenen und silbernen Ausgaben des Münzprogramms „The Queen’s Beast“.

Gussbarren – einzigartig und charaktervoll

Die Geschichte eines jeden gegossenen Barrens beginnt mit einer leicht großzügig abgewogenen Portion Granulat. Denn um das gewünschte Barrengewicht keinesfalls zu unterschreiten, wird meist ein Edelmetallkörnchen mehr eingewogen. Je nach Edelmetall wird das hochreine Granulat bei der entsprechenden Temperatur in einem Graphittiegel eingeschmolzen. Bei Feinsilber wird eine Temperatur von circa 1.000°C benötigt, da es bei 961,8°C schmilzt. Der Schmelzpunkt von Feingold liegt bei 1064°C, sodass die verwogene Portion entsprechend bei etwa 1.100°C in den flüssigen Zustand gebracht wird.

Das nun flüssige Edelmetall wird in eine vorbereitete Barrengussform aus Eisen oder ebenfalls Graphit gegeben. Während des Eingießens unterstützt eine Gasflamme, welche die Gussform erhitzt, ein gleichmäßiges Oberflächenbild des Barrens. Einige Barrenhersteller setzen für eine effizienzoptimierte Produktion gegossener Barren bereits Gießroboter ein, die minutiös geplant und präzise jeden Schritt durchführen. Alternativ kann das Granulat ebenfalls direkt in der Form geschmolzen werden. Somit können je nach verwendeter Ofenanlage mehrere gegossene Edelmetallbarren gleichzeitig produziert werden.

Unter Herausbildung von feinen Unregelmäßigkeiten und Linien erstarrt das wertvolle Edelmetall recht zügig in seine gewünschte, feste Form und kann in einem Wasserbad abgekühlt werden. Eben jene Unvollkommenheiten, die sich während des Erstarrens entwickeln, machen den speziellen Charme und die Einzigartigkeit der gegossenen Unikate aus und erlauben es, den Barren guten Gewissens in die Hand zu nehmen.

Im nächsten Schritt werden Gussergebnis und Gewicht der frisch gegossenen Schätze kontrolliert. Optisch nicht einwandfreie und untergewichtige Barren werden direkt ausgesondert und recycelt. Bei übergewichtigen Barren wird mit einem kleinen Schabwerkzeug ein feiner Span abgetragen, sodass das Gewicht exakt den Vorgaben entspricht. Regelmäßige Stichproben, die im Labor analysiert werden, garantieren zudem die Reinheit der Gussbarren.

Nach überstandener Gewichts- und Qualitätsprüfung werden die Edelmetallbarren mittels einer pneumatischen oder hydraulischen Presse oder mit Hilfe einer Handspindelpresse unter hohem Druck und mit einem Prägestempel abschließend mit dem Logo des Herstellers, weiteren notwendigen Angaben wie Reinheit und Gewicht und eventuell mit einer Seriennummer versehen.

Aufgrund des relativ aufwendigen Herstellungsprozesses und der hohen verbundenen Kosten werden Gussbarren für gewöhnlich erst ab einem Gewicht von 100g Silber oder 250g Gold produziert. Kleingewichtigere Ausführungen werden bevorzugt als geprägte Barren hergestellt. Allerdings gibt es bedingt durch die hohe Beliebtheit von Gussbarren durchaus auch kleine Varianten wie die Goldknuffel der ESG in 10g, 1oz oder 50g.

Um als Anlagegold zu gelten und mehrwertsteuerfrei verkauft werden zu können, sind die Angaben zu Hersteller, Feingehalt und Barrengewicht zwingend erforderlich. Ebenso ist die Form für die Wertung von Bedeutung, denn für die Mehrwertsteuerbefreiung zulässig ist Gold nur in Barren- oder Plättchenform.

Da Silberbarren grundsätzlich besteuert werden, sind der Fantasie bezüglich der Form keinerlei Grenzen gesetzt. So erhalten Sie bei der ESG unter anderem ganz besondere, handgegossene 3D-Motivbarren aus Silber in Form von Herzen, Sternen, Teddys und vielem mehr, die sich hervorragend als Geschenk eignen.