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Besteck aus Silber für den Alltag?

Silber besitzt eine Menge Eigenschaften, die dafürsprechen, Besteck aus Silber herzustellen. Zum einen ist es bakterienhemmend, zum anderen hat es eine hohe Wärmeleitfähigkeit. Es nimmt beispielsweise schnell die Wärme einer Suppe an oder die Kälte von einem Eis. Durch den warmweißen Schimmer des Edelmetalls beginnt der Genuss beim Essen bei der Optik und endet, durch das weiche Gefühl von Silber an den Lippen, bei der Haptik. Diese Eigenschaften treffen natürlich auch auf altes Silberbesteck zu und der verbreitete Mythos, dass altes Besteck gesundheitsschädlich ist, wird dadurch entkräftet.

Im Alltag ist Besteck aus besagtem Edelmetall recht unkompliziert, da das beste Mittel, um Silberbesteck zu pflegen und den Glanz zu erhalten, die tägliche Benutzung ist. Durch den ständigen Gebrauch und die anschließende Reinigung bleibt dem Metall quasi keine Zeit, um anzulaufen. Heutzutage sind die meisten Silberbestecke auch spülmaschinenfest – jedoch ist vorab eine grobe Reinigung mit klarem Wasser empfehlenswert. Zudem sollte man vermeiden es mit Edelstahlobjekten zusammen in die Spülmaschine zu räumen. Zusätzlich ist zu sagen, je höher der Silbergehalt im Besteck desto anfälliger ist es für Flecken in der Spülmaschine. Die Flecken kommen allerdings nicht von der Maschine an sich, sondern von Stoffen, die durch anderes Geschirr in den Spülvorgang geraten – wie eben beispielsweise Edelstahl. Sollte es dennoch zu Flecken kommen, kann man diese per Hand mit Silberpflegemitteln entfernen.

Silber in Verbindung mit Lebensmitteln
Jedoch ist Silberbesteck nicht für jedes Lebensmittel die beste Wahl – denn durch den Kontakt mit Schwefelverbindungen bildet Silber einen dunklen Belag. Diese Verbindungen kommen beispielsweise in Eiern, Fisch, Senf oder Hülsenfrüchten vor. Nach dem Verzehr solcher Speisen sollte das Besteck daher schnellstmöglich gereinigt werden.
Mit Milchprodukten hat Silber allerdings keine Probleme, im Gegenteil: durch Silber in der Milch, beispielsweise einem Teelöffel aus Silber, verdirbt sie nicht so schnell oder Blumen in einer Silbervase halten länger. Dies liegt an der antibakteriellen Eigenschaft des Edelmetalls.

Silberbesteck besteht nicht zu 100% aus Silber, da das Edelmetall sehr weich ist. Um dem entgegenzuwirken werden Metalle wie Kupfer beigemischt und es entstehen verschiedene Legierungen. Den genauen Feingehalt des Silberbestecks kann man an der eingeschlagenen Zahl der Kontrollmarken ablesen. Je höher der Feingehalt ist und natürlich auch je nach Menge, die sich im eigenen Besitz befindet, kann man Silberbesteck sogar als Wertanlage zählen. Das ist der Fall, da es sich aufgrund der Größe der Gegenstände um eine Menge Material handelt und dieses nach Gewicht zu den aktuellen Silberpreisen verkauft werden kann.