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Goldmünze „20 Euro Wanderfalke 2019“ 1/8oz

Goldmünzserie „Heimische Vögel“

Die Nachfolger der erfolgreichen Goldmünzenserie „Deutscher Wald“ sind die „Heimischen Vögel“, bestehend aus insgesamt sechs Münzen. Bereits im Jahr 2016 wurde die Goldmünze  Nachtigall geprägt. 2017 der Pirol, 2018 der Uhu, 2019 der Wanderfalke. Im Jahr 2020 wird der Weißstorch kommen und zuletzt wird der Schwarzspecht aufgelegt. Damit setzt das Bundesministerium der Finanzen die Ausgabe von deutschen Euro-Goldmünzen mit einer naturbezogenen Thematik fort. Die Münzen werden von allen fünf Münzprägestätten (Berlin, Hamburg, Karlsruhe, München, Stuttgart) in Deutschland geprägt.
Die Goldmünzen haben jeweils einen Feingoldgehalt von 999,9 und ein Gewicht von 3,89g, was einer 1/8oz entspricht.

Goldmünze „20 Euro Wanderfalke 2019“ 1/8 oz

Der Wanderfalke (Falco peregrinus) gehört zur Familie der Falken und zählt zu den größten Vertretern seiner Familie. Als Kosmopolit war er in nahezu allen Kontinenten vertreten. Im Jahr 1970 war sein Fortbestand drastisch bedroht und er war in großen Teilen der Welt nahezu ausgestorben.
Im Jahr 1971 wurde der Wanderfalke vom „Deutschen Bund für Vogelschutz“ (heute NABU) zum ersten „Vogel des Jahres“ berufen, um auf die drohende komplette Ausrottung des Wanderfalken aufmerksam zu machen.

Einer der wesentlichen Gründe für den Bestandsrückgang war der Einsatz von DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) in der Landwirtschaft. Die Auswirkungen des Insektizids, auch auf die Vogelwelt, waren dramatisch. Das DDT reicherte sich am Ende der Nahrungskette an und deren Nahrungsaufnahme verursachte bei Greifvögeln die Produktion von Eiern mit viel zu dünnen Eierschalen. Dadurch zerbrachen die Eier noch vor dem Schlüpfen und das Vogelsterben hatte begonnen.

Zwischenzeitlich hat sich der Bestand des Wanderfalken, zumindest in weiten Teilen Europas wieder stabilisiert. In Deutschland gibt es mittlerweile wieder mehr als 600 Brutpaare.

Der Wanderfalke ist eines der schnellsten Tiere der Welt. Bei der Jagd kann er Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h erreichen. Er frisst fast ausschließlich kleine und mittelgroße Vögel. Dazu gehören Haustauben, Stare, Drosseln, Feldlerchen, Buchfinken und Rabenvögel. Der Wanderfalke ist ein Standvogel, der auch über den Winter in seinem Revier bleibt. Ab März legen die Weibchen die ersten Eier und brüten diese ca. 29 – 32 Tage.

Die Goldmünze 1/8oz Wanderfalke 2019 hat einen Durchmesser von 17,5mm und ebenfalls einen Feingehalt von 999,9. Das Gewicht der Goldmünze beträgt 3,89g. Der Münzrand ist geriffelt. Auf der Rückseite der Goldmünze ist der Wanderfalke auf einem Felsvorsprung abgebildet und im Hintergrund ist ein weiterer Wanderfalke abgebildet, der sich durch die Luft gleiten lässt. Das Motiv wurde durch Bodo Broschat entwickelt. Auf der Vorderseite ist, wie auf allen Münzen der Serie der Reichsadler, der Nennwert sowie das Prägejahr abgebildet.

Gold- und Silbermünze Australian Kangaroo, 1oz, polierte Platte, High Relief

Im Jahr 1986 legte die australische The Perth Mint erstmals die Goldmünze „Australian Nugget“ auf. Das erste Motiv erinnert an den legendären Fund des „Welcome Stranger“, das bisher weltweit größte gefundene Goldnugget. Bis ins Jahr 1989 wurden verschiedene Motive von populären Goldnuggets dargestellt. Aufgrund mangelnden Absatzes wurde das Motiv ab 1990 geändert und es wurde erstmalig das Rote Känguru als Motiv gewählt. Die Bullion Goldmünze hat sich seitdem zu einer sehr beliebten Münze entwickelt. Im Jahr 2016 legte die Perth Mint erstmals eine Silbermünze mit dem beliebten Motiv des „Australian Kangaroo“ auf. Seitdem entwickelte sie sich zu einer der beliebtesten Silbermünzen und steht in direktem Wettbewerb zu dem „Wiener Philharmoniker“, der sich zwischenzeitlich neben dem kanadischen „Maple Leaf“ und dem amerikanischen „Silver Eagle“ zum Marktführer entwickelt hat.

Im Jahr 2019 legt die Münzprägeanstalt Perth Mint zwei weitere außergewöhnlich schöne Gold- und Silbermünzen zu je 1oz, mit dem Motiv des roten Riesenkängurus auf. Die auf 500 Münzen limitierte Goldmünze „Australian Kangaroo“ polierte Platte, high Relief, hat ein Gewicht von 1oz und ein Feingehalt von 99,99% Gold. Die Silbermünze „Australian Kangaroo“ ist limitiert auf nur 10.000 Stück und hat ebenfalls ein Feingehalt von 99,99% Silber.

Auf der Rückseite beider Münzen ist ein sitzendes, rotes Riesenkänguru im australischen Outback abgebildet. Umrahmt wird es von der australischen Sonne sowie zwei für Australien typische Bäume. Über der anmutenden Landschaft ist die Aufschrift „AUSTRALIAN KANGAROO“ sowie das „P“ -Münzzeichen (Prägezeichen der Perth Mint) das Gewicht, der Feingehalt sowie das Prägejahr 2019 geprägt.

Die Vorderseite der Münze zeigt das von Jody-Clark gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II., das Gewicht, Feinheit, den Nennwert sowie das Prägejahr 2019.

Silbermünze SUICIDE SQUAD – Joker, 1oz

Der Film
Suicide Squad ist ein amerikanischer Actionfilm aus dem Jahr 2016. Eine Gruppe von vermeintlichen Superbösewichten – die Task Force X – wird durch eine geheime Abteilung der US-Regierung auf ein Himmelfahrtskommando geschickt. Dort erwartet sie eine geheimnisvolle und scheinbar unbesiegbare Bedrohung.

Der Joker
Die fiktive Figur des Jokers, bekannt aus diversen Filmen, Realfilmen und Comics, basiert in seinen Grundzügen auf der Figur des „Gwynplaine“ aus dem Film „The Man Who Laughs“ aus dem Jahr 1928. Seine Bekanntheit als Meisterschurke und Vorzeigebösewicht wie wir ihn heute kennen, erhielt er jedoch in den Geschichten von Batman. Im Film SUICIDE SQUAD wird die Rolle des Jokers von Jared Leto gespielt.

Die Münze
Die auf 5.000 Münzen limitierte Silbermünze SUICIDE SQUAD – Joker besteht aus 99,99% Feinsilber und hat ein Gewicht von 1oz. Sie zeigt den Meisterbösewicht Joker gestützt auf seinen Stock, mit drohendem Blick. Im Hintergrund ist ein Totenkopf sowie das Originallogo des Films zu sehen. Am linken unteren Rand befindet sich das „P“-Münzzeichen (Prägezeichen der Perth Mint).

Die Vorderseite der Münze zeigt das von Ian Rank-Broadley gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II, das Gewicht, Feinheit, den Nennwert 1TUD sowie das Prägejahr 2019.

Die Silbermünze Joker ist die erste Münze der Serie SUICIDE SQUAD.

Kolorierte Silbermünze STAR TREK: The Original Series – KIRK, 1oz, Polierte Platte

Die Serie
STAR TREK ist eine amerikanische Science Fiction Fernsehserie, deren Erstausstrahlung im Jahr 1966 stattfand. Bisher wurden sieben Fernsehserien mit 725 Episoden sowie dreizehn Kinofilme ausgestrahlt. Für Paramount Pictures zählt die Gesamtheit aller Filme inklusive Merchandising Produkte, Spiele, Modellbausätze u.v.m. zu den lukrativsten Einnahmequellen, bisher circa 1 Milliarde Dollar.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen der Führungsstab sowie andere Besatzungsmitglieder des Raumschiffes Enterprise. Erzählt wird von Konfrontationen mit fremden Welten, unbekannten Lebensformen und auch astrophysikalischen Phänomenen.

Captain Kirk
James Tiberius Kirk wurde im Jahr 2228 in Riverside, Iowa geboren. Er wurde der jüngste Raumschiffkapitän der Sternenflotte. Seine wichtigsten Mitstreiter und Ansprechpartner sind der erste Offizier Spock sowie der Chefarzt Dr. Leonard „Bones“ McCoy. Kirk erlangte seinen hervorragenden Ruf unter anderem auch wegen seinen stets unkonventionellen Taktiken. Captain Kirk wurde von dem Schauspieler William Shatner in sieben Spielfilmen gespielt und sprach sich selbst in der animierten Version „STAR TREK: The Animated Series“.

Silbermünze STAR TREK: The original Series – KIRK
Die kolorierte Silbermünze STAR TREK: The original Series – KIRK, 1oz, polierte Platte ist eine limitierte Sondermünze (Auflage 3.000 Stück), mit einem Feingehalt von 99,99% Feinsilber, geprägt von der Münzprägeanstalt Perth Mint. Die Rückseite der Münze zeigt Captain Kirk auf der Brücke der U.S.S. Enterprise NCC-1701 sowie das Originallogo der Serie. Hinter Captain Kirk ist der Planet Jupiter sowie einer seiner vielen Monde zu sehen. Am rechten oberen Rand befindet sich das Prägezeichen „P“ der Perth Mint.

Die Vorderseite der Münze zeigt das von Ian Rank-Broadley gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II, das Gewicht, Feinheit, den Nennwert 1TUD sowie das Prägejahr 2019.

Silbermünze ABACUS, 2oz, „Antique Finish“-Ausführung

Der Abakus ist das älteste bekannte Rechenhilfsmittel. Er bestand in der Regel aus Holz oder Metall und hielt Stangen, an denen frei verschiebbaren Perlen zum Zählen großer Stückzahlen befestigt waren. Der Abakus ermöglicht die Durchführung der Grundrechenarten Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division sowie das Ziehen von Quadrat- und Kubikwurzeln. Der erste Abakus tauchte circa 2700 vor Christus auf. Man geht davon aus, dass der Ursprung im asiatischen Raum liegt, da er bereits um 1100 vor Christus bei den Chinesen bekannt war und auch eingesetzt wurde. Oft wird der Abakus auch in Verbindung mit der berühmten 6.400 km langen Seidenstraße gebracht. Sie bezeichnet ein altes Netz von Karawanenstraßen, das China den Mittleren Osten und Europa miteinander verband. Händler verwendeten den Abakus traditionell zur Berechnung der Verkaufspreise und zum Erfassen ihres Inventars.

Die Silbermünze ABACUS ist eine limitierte Sammlermünze (nur 2.500 Stück) in antiker Ausführung aus 99,99% Feinsilber, geprägt durch die australische Münzprägeanstalt Perth Mint. Die Münze hat ein Gewicht von 2oz und ist offizielles Zahlungsmittel des Inselstaates Tuvalu im pazifischen Ozean. Im Zentrum der Silbermünze sitzt ein funktionierender Abakus aus rostfreiem Stahl, plattiert mit 24-karätigem Gold. Umrahmt wird der Einsatz durch Darstellungen von Reisenden, die auf Kamelen entlang der Seidenstraße reiten. Im Vordergrund stehen Artikel, die typischerweise gehandelt wurden, wie z.B. Keramik, Textilien, Früchte, Papier, Düfte und Gewürze. An den oberen Rand wurde das Prägezeichen „P“ der Perth Mint geprägt.
Die Vorderseite der Münze zeigt das von Ian Rank-Broadley gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II, das Gewicht, Feinheit, den Nennwert 2TUD sowie das Prägejahr 2019. Ein Muster von Zählperlen umrandet den Abakuseinsatz.

Silbermünze Australian Kangaroo, SILVER GILDED EDITION, 1oz


Das rote Riesenkänguru
Neben dem Koala kann das Känguru zu den Wahrzeichen Australiens gezählt werden. Bei rund 65 Känguruarten, gehört das rote Riesenkänguru, mit bis zu 2 Metern Länge und einem Gewicht von bis zu 90 kg, zu den größten seiner Art. Die Beuteltiere sind auf dem gesamten australischen Kontinent zu Hause, mit Ausnahme der Küsten und des Südwestens von Australien. Das rote Riesenkänguru geht keine fortdauernde Beziehung mit dem anderen Geschlecht ein. Es kann aber vorkommen, dass sich bei Plätzen mit reichem Nahrungsangebot bis zu 1500 Tiere versammeln.

Wie bei Beuteltieren typisch, krabbelt das Baby, nach der Geburt in den Beutel und hängt sich an der Zitze fest. Bereits 2 Tage nach der Geburt paart sich das Känguruweibchen wieder. Der neue Embryo entwickelt sich bis zu einer Größe von ca. 85 Zellen und ruht bis das andere Jungtier den Beutel verlässt und wächst dann weiter.

Über die Herkunft des Namen „Kangaroo“ rankt ein Mythos. Angeblich stand James Cook bei einem seltsamen Tier und frug einen nebenstehenden Aborigine nach dem Namen des Tieres. Dieser antwortete ihm „Kangaroo“ was so viel wie „ich verstehe nicht“ bedeutete. Zwischenzeitlich wurde rausgefunden, dass es tatsächlich einen australischen Dialekt namens “Guuge Yimidhirr“ gibt, in dem das Wort „gang-oo-roo“ existiert.

Die limitierte (nur 5.000 Stück) Sammlersilbermünze „Australian Kangaroo, 1oz, SILVER GILDED EDITION“, besteht aus 99,99% Feinsilber und hat ein Gewicht von 1oz. Auf der Rückseite ist ein sitzendes, rotes Riesenkänguru im australischen Outback abgebildet, dass mit 24-karat vergoldet wurde. Umrahmt wird es von der australischen Sonne sowie zwei für Australien typische Bäume. Über der anmutenden Landschaft ist die Aufschrift „AUSTRALIAN KANGAROO“ sowie das „P“ -Münzzeichen (Prägezeichen der Perth Mint) das Gewicht und den Feingehalt sowie das Prägejahr 2019 geprägt.

Die Vorderseite der Münze zeigt das von Jody-Clark gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II., das Gewicht, Feinheit, den Nennwert 1CAD sowie das Prägejahr 2019.

Goldmünze Australian Koala 2019, Polierte Platte, High Relief

Der Koala ist eines der beliebtesten Beuteltiere Australiens und neben dem Känguru das am weitesten verbreitete Symbol Australiens. Der Koala wird 61 bis 81 cm groß und hat ein Gewicht zwischen 4 und 14 kg. In einigen Regionen Australiens ist das Beuteltier nahezu ausgestorben. Durch sein freundliches und an Teddybären erinnerndes Aussehen, steht der Koala in Australien für den Naturschutz.

Die Münze „Australian Koala“ wird bereits seit 2007 als Anlagemünze in Gold- und Silber von der Münzprägeanstalt Perth Mint herausgegeben. Jedes Jahr prägt die Perth Mint neben den Anlagesilber- und Goldmünzen auch stark limitierte Sammlermünzen. Die neueste Sammlerausgabe des „Australian Koala“ umfasst eine Goldmünze in zwei Ausführungen, jeweils 1oz oder 2oz, sowie eine Silbermünze zu 5oz. Die Auflage der Goldmünzen 1oz beläuft sich auf 500 Stück und die 2oz auf nur 150 Stück. Der Feingoldgehalt beläuft sich auf 99,99%. Die Auflage der Silbermünze 5oz beläuft sich auf 500 Stück und hat ebenfalls einen Feingehalt von 99,99% Feinsilber.

Auf der Rückseite jeder Münze ist ein Koala abgebildet. Das Prägejahr 2019 zeigt den Koala auf dem Ast eines Eukalyptusbaums sitzen. Das Design der jährlich wechselnden Münze enthält die Aufschrift „AUSTRALIAN KOALA“, das „P“ -Münzzeichen (Prägezeichen der Perth Mint) das Gewicht und den Feingehalt sowie das Prägejahr 2019.

Auf der Vorderseite ist das Bildnis der Königin Elizabeth II sowie der Nennwert abgebildet. Die Goldmünzen werden in einer repräsentativen Holzschatulle verkauft.

Die Besonderheit der Silbermünze ist die konkave Prägung wodurch das Abbild des Koalas besonders hervorgehoben wird. Die Münze wird in einer repräsentativen Designverpackung geliefert.

Goldmünzenset – Kings & Queen

Die Geschichte der Goldmünze Sovereign ist schon über 500 Jahre alt. Sie ist ein offizielles Zahlungsmittel des Vereinigten Königreichs und wurde erstmals am 28. Oktober des Jahres 1489 auf Geheiß des englischen Monarchen König Heinrich VII ausgegeben. Bereits zum damaligen Zeitpunkt hatte die Münze keinen offiziellen Nominalwert. Der Wert errechnete sich ausschließlich über das Gewicht. Zu Beginn belief sich der Goldgehalt auf circa 15,01 Gramm bei einem Gesamtgewicht von etwa 15,55 Gramm, wurde jedoch im Laufe der Zeit mehrfach angepasst. Heinrich VIII reduzierte den Goldgehalt auf 22 Karat, was einem Feingewicht von ungefähr 14,25 Gramm entspricht. Er führte den Sovereign auch als Standardmünze im gesamten englischen Königreich ein.

Der ursprüngliche Sovereign hat jedoch bezüglich des Aussehens, seinem Goldgehalt und seinen Maßen nichts mit unserer modernen Variante gemeinsam. Der Goldanteil wurde den sich stetig verändernden Goldpreisen angepasst. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Sovereign von anderen Goldmünzen, unter anderem dem Guinea, verdrängt.

Im Jahr 1816 setzte König George III die Maße des Sovereign im englischen Münzgesetz fest und ließ im darauffolgenden Jahr 1817 den ersten modernen Sovereign, wie wir ihn heute kennen, prägen. Das Goldfeingewicht beträgt seitdem 7,322g, die Dicke 1,52mm und der Durchmesser 22,05mm. Das Raugewicht der Münze beläuft sich auf 7,988g. Die Goldmünze war über einen langen Zeitraum die Kurantmünze des Britischen Empires und gebräuchliches Zahlungsmittel. Er wurde nicht nur in England sondern auch in allen englischen Kolonien mit eigenen Goldvorkommen geprägt.

Anhand des Prägezeichens kann die jeweilige Prägestätte festgestellt werden.

Münzzeichen Prägestätte Prägeland
Ohne Zeichen London England
I Bombay Indien
C Ottawa Kanada
M Melbourne Australien
P Perth Australien
S Sydney Australien
SA Pretoria Südafrika

Mit Beginn des ersten Weltkriegs verschwand der Sovereign als Zahlungsmittel in Großbritannien, wurde aber vorerst in den englischen Kolonien weitergeprägt. Durch die Abschaffung der goldgedeckten Währung in Südafrika endete die Ära des Sovereigns als Umlaufmünze.

Im Jahr 1957 nahm die Royal Mint die Prägung des Sovereigns wieder auf. Sie wird seither mit dem Portrait von Königin Elizabeth II als Anlagemünze ausgegeben.

Sovereign-Goldmünze – Königin Victoria

Prinzessin Alexandrina Victoria von Kent wurde am 24.05.1819 im Kensington Palast in London geboren. Kaum eine Herrscherin oder Herrscher hat ihre oder seine Epoche so geprägt wie Königin Victoria. Mit jungen 18 Jahren bestieg sie am 20.06.1837 den englischen Thron und wurde somit zur Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland. Sie beerbte Ihren Onkel, König William V, der keine eigenen Kinder als Nachfolger hatte. Im Jahr 1840 heiratete Victoria ihren Cousin mütterlicherseits, Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Königin Victoria und Albert führten eine glückliche Ehe aus der 9 Kinder hervorgingen. Sie waren durch deren Hochzeiten und Nachkommen mit fast allen Adelshäusern in Europa verwandt, wodurch Victoria auch den Beinamen „Großmutter Europas“ erhielt. Ab 1876 wurde sie zusätzlich zur Kaiserin von Indien ernannt. Victoria hatte insgesamt 63 Jahre und 7 Monate den Thron inne und herrschte über ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung. Nach ihr wurde ein ganzes Zeitalter benannt – das Viktorianische Zeitalter. Königin Victoria verstarb am 22.01.1901.

Zu den bekanntesten und beliebtesten Sovereign-Goldmünzen zählen die Ausgaben mit dem Portrait von Königin Victoria. Von ihr gibt es fünf unterschiedliche Motive aus drei unterschiedlichen Zeiten. Man unterscheidet zwischen „Young Head“ (1838–1887), „Jubilee Coinage“ (1887–1893) und „Old Head“ (1893–1901).

Sovereign-Goldmünze – König Eduard VII

Kronprinz Albert Edward wurde am 09.11.1841 im Buckingham Palast geboren und war der älteste Sohn von Königin Victoria. Bereits vier Wochen nach seiner Geburt wurde ihm der Titel eines „Prince of Wales“ verliehen. Kronprinz Eduard wurde jedoch erst mit 59 Jahren, am 09.08.1902 zum König gekrönt. Er war damit nach Wilhelm IV der zweitälteste Thronfolger. König Eduard VII war der erste britische Monarch aus deutschem Adelsgeschlecht. Ebenso wie seine Mutter blieb auch Eduard der Proklamation zum Kaiser von Indien fern. In Großbritannien gab es zu Beginn seiner Herrschaft einige Vorbehalte, die aus heutiger Sicht zu Unrecht waren. König Eduard VII führte nach seiner Krönung sein außenpolitisches Engagement fort. Der Höhepunkt dessen war die Aussöhnung mit Frankreich in Form des Abkommens Entente cordiale.

Seit dem Prägejahr 1902 wurden Sovereign-Goldmünzen mit dem Portrait von Eduard VII geprägt und im Britischen Weltreich ausgegeben. Das Münzbild blieb während der gesamten Regierungszeit unverändert. Lediglich der Prägestätten-Buchstaben, welcher Auskunft über die Münzherkunft gibt und der jeweiligen Prägestadt zuzuordnen ist, variiert. Neben London und den bereits unter Victoria eröffneten drei Niederlassungen der Royal Mint in Australien eröffnete Eduard eine fünfte Prägestätte im kanadischen Ottawa, um das dort geförderte Gold zu Münzen zu verarbeiten und in Kanada als Zahlungsmittel ausgeben zu können. Die dort geprägten kanadischen Sovereign-Goldmünzen erhielten den Prägebuchstaben C für Kanada. Im Laufe der Jahre vermischten sich dann aufgrund des internationalen Handels die Sovereigns der einzelnen Prägeländer.

Sovereign-Goldmünze – König Georg V

Seine Königliche Hoheit Prinz George Frederick Ernest Albert von Wales wurde am 03.06.1865 in London geboren. Aufgrund der internationalen Heiratspolitik seiner Großeltern war Georg ein Cousin des russischen Zaren Nikolaus II und des deutschen Kaisers Wilhelm II. Auf Wunsch seiner Großmutter Victoria wurde Georg am 06.07.1893 mit Maria von Teck vermählt. Obwohl es sich bei der Hochzeit um ein Arrangement handelte, entwickelte sich zwischen beiden eine innige Liebe, die bis zu ihrem Lebensende anhielt. Während des ersten Weltkrieges verschärften sich die Feindseligkeit gegenüber dem Britischen Königshaus. Es stand aufgrund der deutschen Verbindungen immer stärker in der Kritik. König Georg V sah sich zu einem beachtlichen Schritt gezwungen. Er gab alle deutschen Adelstitel auf und änderte seinen Namen von Sachsen-Coburg und Gotha in Windsor.

Das Portrait von König Georg V auf den Sovereign-Münzen wurde während der gesamten Prägezeit nur einmal sehr leicht verändert. Ab dem Jahre 1929 ist sein Kopf etwas schmaler mit marginal weiter geöffnetem Auge abgebildet.

Die Randschrift rund um das Portrait von Georg V lautet GEORGIVS V (Georg V), D.G. (Abkürzung für Dei Gratia bzw. von Gottes Gnaden), BRITT:OMN:REX (Britanniarum Omnium Rex bzw. König aller Briten), F.D. (Fidei Defensor bzw. Verteidiger des Glaubens), IND (Indiae bzw. von Indien), IMP (Imperator bzw. Kaiser).

Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG

Die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG – kurz Agosi – zählt mit über 20.000 Einsendungen und einer Aufarbeitungskapazität von 2.000 Tonnen Scheidgut jährlich zur Spitze der europäischen Scheideanstalten. Fairness, Transparenz und Nachhaltigkeit spielen für das Edelmetallunternehmen stets eine tragende Rolle.

Die Agosi wurde am 20.01.1891 von elf namhaften Schmuck- und Uhrenfabrikanten aus der Goldstadt Pforzheim gegründet. Ziel der Gründung war die Etablierung einer unabhängigen Scheideanstalt in Pforzheim, die auch komplexere Materialien aufarbeiten konnte.

Seit 1938 betreibt die Agosi ebenfalls eine Betriebsstätte für Basismetalle. Im zweiten Weltkrieg nahm die Stadt Pforzheim, neben Dresden und Hamburg, den größten Schaden und wurde fast komplett zerstört. Auch das Gebäude der Agosi blieb nicht verschont. Erst im Jahre 1946 war es wieder aufgebaut.

Im Laufe der Jahre hat sich die Agosi immer weiterentwickelt und erhielt 1989 die Akkreditierung durch die London Bullion Market Association (LBMA) für die Herstellung von Good Delivery Barren in Feingold und Feinsilber. Im Jahr 1991 feierte die Pforzheimer Scheideanstalt bereits das 100. Jubiläum und gehört inzwischen zu den führenden Scheideanstalten in ganz Europa.

Durch die Schließung des Degussa Standortes wurde 1993 das Schmuckmetallgeschäft übernommen und in den Verbund integriert. Im Jahr 2003 übernahm die belgische Umicore einen Großteil der Aktien. Das Spektrum der Agosi wurde von der reinen Edelmetallaufarbeitung bis hin zur Halbzeugherstellung ausgeweitet. Heute gehört sie zu den führenden Kreislaufanbietern für Edelmetalle und Edelmetallservices in Europa.

Das Australian Nugget

Der Fund des weltweit größten Goldnuggets, „Welcome Stranger“, hat sich dieses Jahr bereits das 150. Mal gejährt. Anlässlich des Jubiläums des historischen Goldfundes legt die Perth Mint das „Australian Nugget“ in leicht überarbeiteter Form sowohl als Gold- wie auch als Silbermünze auf. Beide Münzen haben einen Feingehalt von 99,99% Gold bzw. Silber und werden jeweils mit einem Gewicht von 1oz angeboten.

Das „Welcome Stranger“ mit einem Bruttogewicht von 109,59 kg (Nettogewicht 72,02 kg) ist das größte jemals gefundene Goldnugget der Welt. Es hatte die stattliche Größe von ca. 61 cm x 31 cm. Der Feingoldgehalt betrug 97,97%, was einem Feingoldgewicht von 70,56 kg entspricht.

Das Nugget wurde am 05. Februar 1869 durch die Goldgräber John Deason und Richard Oates bei Moliagul im australischen Bundesstaat Victoria in nur drei Zentimetern Tiefe gefunden. Da es zur Zeit des Fundes noch keine Möglichkeit gab, das Gewicht zu ermitteln, wurde es durch den Schmied Archibald Walls mühsam über Nacht auf einem Amboss in drei Stücke zerschlagen. Die Goldgräber brachten die drei Teile zur London Chartered Bank of Australia in Dunolly und erhielten dafür insgesamt £ 9.381 (heutiger Wert ca. € 2.500.000,-). Das Gold wurde eingeschmolzen und am 21. Februar 1869 in Form von Barren auf dem Dampfschiff „Reigate“ nach Melbourne zur Bank of England transportiert.

1986 wurde die Goldmünze „Australian Nugget“ mit dem Motiv des „Welcome Stranger“ erstmals aufgelegt. Da die Nachfrage bei Weitem nicht den Erwartungen entsprach, wurde das Motiv ab 1990 durch das inzwischen sehr beliebte, jährlich wechselnde Motiv des Kängurus ersetzt. Die Gold- und Silbermünze wird mit einem Nennwert zwischen 1 und 100 Dollar sowie einem Gewicht zwischen 1/20 Unze und einer Unze geprägt.

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