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Goldmünze Australia Double Sovereign

Mit der Goldmünze Australia Double Sovereign, Privy Mark „200“, in der höchsten Prägequalität, polierte Platte, wird der 200. Geburtstag, der im Jahr 1901 verstorbenen Queen Victoria gefeiert.

Queen Victoria wurde am 24.05.2019 im Kensington Palast in London geboren. Mit jungen 18 Jahren bestieg sie am 20.06.1837 den englischen Thron und wurde somit zur Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland. Im Jahr 1840 heiratete Victoria ihren Cousin, Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Königin Victoria und Albert hatten 9 Kinder. Durch deren Hochzeiten und Nachkommen waren Sie mit fast allen Adelshäusern in Europa verwandt, wodurch Victoria auch den Beinamen „Großmutter Europas“ erhielt. Ab 1876 wurde sie zusätzlich zur Kaiserin von Indien ernannt. Victoria hatte insgesamt 63 Jahre und 7 Monate den Thron inne und herrschte über ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung. Nach ihr wurde ein ganzes Zeitalter benannt – das Viktorianische Zeitalter. Königin Victoria verstarb am 22.01.1901.

Ebenso wird mit der Goldmünze die historische Sovereign Münze der Sydney Mint, aus dem Jahr 1855 gewürdigt. Es war die erste Münze der Sydney Mint.

Die Sammlermünze besteht aus 22 Karat Gold was einer Feinheit von 91,70% Gold entspricht. Die Goldmünze hat ein Gewicht von 15,982g. Weltweit werden nur 500 Münzen ausgegeben. Auf der Rückseite der Goldmünze ist die St. Edwards Krone, ein Lorbeerkranz sowie das Wort „AUSTRALIA“ abgebildet. Am oberen Rand der Münze steht „PERTH MINT“ und auf der gegenüberliegenden Seite „DOUBLE SOVEREIGN“.
Die Vorderseite der Münze zeigt das von Jody-Clark gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II., den Nennwert 50 AUD sowie das Prägejahr 2019.

Silbermünze Golden Treasures of Ancient Egypt, 2oz, „Antiqued Finish“ Ausführung.

Die Perth Mint legt mit der Silbermünze Golden Treasures of Ancient Egypt, 2oz, „Antiqued Finish“ eine weitere fantastische Silbermünze auf, die in keiner Sammlung fehlen darf. Jede Münze wurde manuell bearbeitet und ist somit, für sich eine kleine Rarität. Die Silbermünze ist auf nur 2.500 Stück limitiert.

Bereits die alten Ägypter hatten eine besondere Beziehung zu dem Edelmetall Gold. Nicht nur Pharaonen,  Könige und Priester waren von dem ewig glänzenden Metall fasziniert. Der „Geldwert“ spielte dabei keine sehr große Rolle. Das Gold gewann seine Bedeutung eher wegen seiner religiösen und symbolischen Kräfte. Gold ist nicht zerstörbar, unvergänglich, es oxidiert nicht und läuft auch nicht an. All diese Eigenschaften machen es zum Symbol des Überlebens und der Ewigkeit. Nach dem Ableben eines Pharaos wurden Gegenstände aus dem täglichen Leben, aber auch Möbel, Pfeil und Bogen und sogar der Thron mit Blattgold verziert oder teilweise komplett aus Gold gefertigt.

Die Sammlersilbermünze hat ein Gewicht von 2oz und der Feingehalt beträgt 99,99% Silber. Sie ist offizielles Zahlungsmittel des pazifischen Inselstaates Tuvalu. Auf der Rückseite befindet sich ein Kalotteneinsatz aus Plexiglas der mit 24-karätigen Goldflittern gefüllt ist. Umrahmt wird die Kalotte durch ägyptische Hieroglyphen, den Feingehalt sowie das Gewicht. Das Prägezeichen „P“ der Perth Mint ist auf der linken Seite zwischen den Symbolen untergebracht.

Die Vorderseite der Münze zeigt das von Ian Rank-Broadly gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II., den Nennwert 2TUD sowie das Prägejahr 2019.

Die Münze befindet sich in einer pyramidenförmigen Verpackung, deren Oberseite zu öffnen ist. Die Oberfläche der Pyramide ist mit Hieroglyphen verziert und mit einem farbig geflügelten Skarabäuskäfermuster versehen. Die Silbermünze ist in einer Schachtel verpackt, die mit dem Golden Treasure-Skarabäuskäfer-Motiv versehen ist, und mit einem Echtheitszertifikat versehen.

Goldmünze „20 Euro Wanderfalke 2019“ 1/8oz

Goldmünzserie „Heimische Vögel“

Die Nachfolger der erfolgreichen Goldmünzenserie „Deutscher Wald“ sind die „Heimischen Vögel“, bestehend aus insgesamt sechs Münzen. Bereits im Jahr 2016 wurde die Goldmünze  Nachtigall geprägt. 2017 der Pirol, 2018 der Uhu, 2019 der Wanderfalke. Im Jahr 2020 wird der Weißstorch kommen und zuletzt wird der Schwarzspecht aufgelegt. Damit setzt das Bundesministerium der Finanzen die Ausgabe von deutschen Euro-Goldmünzen mit einer naturbezogenen Thematik fort. Die Münzen werden von allen fünf Münzprägestätten (Berlin, Hamburg, Karlsruhe, München, Stuttgart) in Deutschland geprägt.
Die Goldmünzen haben jeweils einen Feingoldgehalt von 999,9 und ein Gewicht von 3,89g, was einer 1/8oz entspricht.

Goldmünze „20 Euro Wanderfalke 2019“ 1/8 oz

Der Wanderfalke (Falco peregrinus) gehört zur Familie der Falken und zählt zu den größten Vertretern seiner Familie. Als Kosmopolit war er in nahezu allen Kontinenten vertreten. Im Jahr 1970 war sein Fortbestand drastisch bedroht und er war in großen Teilen der Welt nahezu ausgestorben.
Im Jahr 1971 wurde der Wanderfalke vom „Deutschen Bund für Vogelschutz“ (heute NABU) zum ersten „Vogel des Jahres“ berufen, um auf die drohende komplette Ausrottung des Wanderfalken aufmerksam zu machen.

Einer der wesentlichen Gründe für den Bestandsrückgang war der Einsatz von DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) in der Landwirtschaft. Die Auswirkungen des Insektizids, auch auf die Vogelwelt, waren dramatisch. Das DDT reicherte sich am Ende der Nahrungskette an und deren Nahrungsaufnahme verursachte bei Greifvögeln die Produktion von Eiern mit viel zu dünnen Eierschalen. Dadurch zerbrachen die Eier noch vor dem Schlüpfen und das Vogelsterben hatte begonnen.

Zwischenzeitlich hat sich der Bestand des Wanderfalken, zumindest in weiten Teilen Europas wieder stabilisiert. In Deutschland gibt es mittlerweile wieder mehr als 600 Brutpaare.

Der Wanderfalke ist eines der schnellsten Tiere der Welt. Bei der Jagd kann er Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h erreichen. Er frisst fast ausschließlich kleine und mittelgroße Vögel. Dazu gehören Haustauben, Stare, Drosseln, Feldlerchen, Buchfinken und Rabenvögel. Der Wanderfalke ist ein Standvogel, der auch über den Winter in seinem Revier bleibt. Ab März legen die Weibchen die ersten Eier und brüten diese ca. 29 – 32 Tage.

Die Goldmünze 1/8oz Wanderfalke 2019 hat einen Durchmesser von 17,5mm und ebenfalls einen Feingehalt von 999,9. Das Gewicht der Goldmünze beträgt 3,89g. Der Münzrand ist geriffelt. Auf der Rückseite der Goldmünze ist der Wanderfalke auf einem Felsvorsprung abgebildet und im Hintergrund ist ein weiterer Wanderfalke abgebildet, der sich durch die Luft gleiten lässt. Das Motiv wurde durch Bodo Broschat entwickelt. Auf der Vorderseite ist, wie auf allen Münzen der Serie der Reichsadler, der Nennwert sowie das Prägejahr abgebildet.

Gold- und Silbermünze Australian Kangaroo, 1oz, polierte Platte, High Relief

Im Jahr 1986 legte die australische The Perth Mint erstmals die Goldmünze „Australian Nugget“ auf. Das erste Motiv erinnert an den legendären Fund des „Welcome Stranger“, das bisher weltweit größte gefundene Goldnugget. Bis ins Jahr 1989 wurden verschiedene Motive von populären Goldnuggets dargestellt. Aufgrund mangelnden Absatzes wurde das Motiv ab 1990 geändert und es wurde erstmalig das Rote Känguru als Motiv gewählt. Die Bullion Goldmünze hat sich seitdem zu einer sehr beliebten Münze entwickelt. Im Jahr 2016 legte die Perth Mint erstmals eine Silbermünze mit dem beliebten Motiv des „Australian Kangaroo“ auf. Seitdem entwickelte sie sich zu einer der beliebtesten Silbermünzen und steht in direktem Wettbewerb zu dem „Wiener Philharmoniker“, der sich zwischenzeitlich neben dem kanadischen „Maple Leaf“ und dem amerikanischen „Silver Eagle“ zum Marktführer entwickelt hat.

Im Jahr 2019 legt die Münzprägeanstalt Perth Mint zwei weitere außergewöhnlich schöne Gold- und Silbermünzen zu je 1oz, mit dem Motiv des roten Riesenkängurus auf. Die auf 500 Münzen limitierte Goldmünze „Australian Kangaroo“ polierte Platte, high Relief, hat ein Gewicht von 1oz und ein Feingehalt von 99,99% Gold. Die Silbermünze „Australian Kangaroo“ ist limitiert auf nur 10.000 Stück und hat ebenfalls ein Feingehalt von 99,99% Silber.

Auf der Rückseite beider Münzen ist ein sitzendes, rotes Riesenkänguru im australischen Outback abgebildet. Umrahmt wird es von der australischen Sonne sowie zwei für Australien typische Bäume. Über der anmutenden Landschaft ist die Aufschrift „AUSTRALIAN KANGAROO“ sowie das „P“ -Münzzeichen (Prägezeichen der Perth Mint) das Gewicht, der Feingehalt sowie das Prägejahr 2019 geprägt.

Die Vorderseite der Münze zeigt das von Jody-Clark gestaltete Abbild Ihrer Majestät, Königin Elizabeth II., das Gewicht, Feinheit, den Nennwert sowie das Prägejahr 2019.

Goldmünzenset – Kings & Queen

Die Geschichte der Goldmünze Sovereign ist schon über 500 Jahre alt. Sie ist ein offizielles Zahlungsmittel des Vereinigten Königreichs und wurde erstmals am 28. Oktober des Jahres 1489 auf Geheiß des englischen Monarchen König Heinrich VII ausgegeben. Bereits zum damaligen Zeitpunkt hatte die Münze keinen offiziellen Nominalwert. Der Wert errechnete sich ausschließlich über das Gewicht. Zu Beginn belief sich der Goldgehalt auf circa 15,01 Gramm bei einem Gesamtgewicht von etwa 15,55 Gramm, wurde jedoch im Laufe der Zeit mehrfach angepasst. Heinrich VIII reduzierte den Goldgehalt auf 22 Karat, was einem Feingewicht von ungefähr 14,25 Gramm entspricht. Er führte den Sovereign auch als Standardmünze im gesamten englischen Königreich ein.

Der ursprüngliche Sovereign hat jedoch bezüglich des Aussehens, seinem Goldgehalt und seinen Maßen nichts mit unserer modernen Variante gemeinsam. Der Goldanteil wurde den sich stetig verändernden Goldpreisen angepasst. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde der Sovereign von anderen Goldmünzen, unter anderem dem Guinea, verdrängt.

Im Jahr 1816 setzte König George III die Maße des Sovereign im englischen Münzgesetz fest und ließ im darauffolgenden Jahr 1817 den ersten modernen Sovereign, wie wir ihn heute kennen, prägen. Das Goldfeingewicht beträgt seitdem 7,322g, die Dicke 1,52mm und der Durchmesser 22,05mm. Das Raugewicht der Münze beläuft sich auf 7,988g. Die Goldmünze war über einen langen Zeitraum die Kurantmünze des Britischen Empires und gebräuchliches Zahlungsmittel. Er wurde nicht nur in England sondern auch in allen englischen Kolonien mit eigenen Goldvorkommen geprägt.

Anhand des Prägezeichens kann die jeweilige Prägestätte festgestellt werden.

Münzzeichen Prägestätte Prägeland
Ohne Zeichen London England
I Bombay Indien
C Ottawa Kanada
M Melbourne Australien
P Perth Australien
S Sydney Australien
SA Pretoria Südafrika

Mit Beginn des ersten Weltkriegs verschwand der Sovereign als Zahlungsmittel in Großbritannien, wurde aber vorerst in den englischen Kolonien weitergeprägt. Durch die Abschaffung der goldgedeckten Währung in Südafrika endete die Ära des Sovereigns als Umlaufmünze.

Im Jahr 1957 nahm die Royal Mint die Prägung des Sovereigns wieder auf. Sie wird seither mit dem Portrait von Königin Elizabeth II als Anlagemünze ausgegeben.

Sovereign-Goldmünze – Königin Victoria

Prinzessin Alexandrina Victoria von Kent wurde am 24.05.1819 im Kensington Palast in London geboren. Kaum eine Herrscherin oder Herrscher hat ihre oder seine Epoche so geprägt wie Königin Victoria. Mit jungen 18 Jahren bestieg sie am 20.06.1837 den englischen Thron und wurde somit zur Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland. Sie beerbte Ihren Onkel, König William V, der keine eigenen Kinder als Nachfolger hatte. Im Jahr 1840 heiratete Victoria ihren Cousin mütterlicherseits, Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Königin Victoria und Albert führten eine glückliche Ehe aus der 9 Kinder hervorgingen. Sie waren durch deren Hochzeiten und Nachkommen mit fast allen Adelshäusern in Europa verwandt, wodurch Victoria auch den Beinamen „Großmutter Europas“ erhielt. Ab 1876 wurde sie zusätzlich zur Kaiserin von Indien ernannt. Victoria hatte insgesamt 63 Jahre und 7 Monate den Thron inne und herrschte über ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung. Nach ihr wurde ein ganzes Zeitalter benannt – das Viktorianische Zeitalter. Königin Victoria verstarb am 22.01.1901.

Zu den bekanntesten und beliebtesten Sovereign-Goldmünzen zählen die Ausgaben mit dem Portrait von Königin Victoria. Von ihr gibt es fünf unterschiedliche Motive aus drei unterschiedlichen Zeiten. Man unterscheidet zwischen „Young Head“ (1838–1887), „Jubilee Coinage“ (1887–1893) und „Old Head“ (1893–1901).

Sovereign-Goldmünze – König Eduard VII

Kronprinz Albert Edward wurde am 09.11.1841 im Buckingham Palast geboren und war der älteste Sohn von Königin Victoria. Bereits vier Wochen nach seiner Geburt wurde ihm der Titel eines „Prince of Wales“ verliehen. Kronprinz Eduard wurde jedoch erst mit 59 Jahren, am 09.08.1902 zum König gekrönt. Er war damit nach Wilhelm IV der zweitälteste Thronfolger. König Eduard VII war der erste britische Monarch aus deutschem Adelsgeschlecht. Ebenso wie seine Mutter blieb auch Eduard der Proklamation zum Kaiser von Indien fern. In Großbritannien gab es zu Beginn seiner Herrschaft einige Vorbehalte, die aus heutiger Sicht zu Unrecht waren. König Eduard VII führte nach seiner Krönung sein außenpolitisches Engagement fort. Der Höhepunkt dessen war die Aussöhnung mit Frankreich in Form des Abkommens Entente cordiale.

Seit dem Prägejahr 1902 wurden Sovereign-Goldmünzen mit dem Portrait von Eduard VII geprägt und im Britischen Weltreich ausgegeben. Das Münzbild blieb während der gesamten Regierungszeit unverändert. Lediglich der Prägestätten-Buchstaben, welcher Auskunft über die Münzherkunft gibt und der jeweiligen Prägestadt zuzuordnen ist, variiert. Neben London und den bereits unter Victoria eröffneten drei Niederlassungen der Royal Mint in Australien eröffnete Eduard eine fünfte Prägestätte im kanadischen Ottawa, um das dort geförderte Gold zu Münzen zu verarbeiten und in Kanada als Zahlungsmittel ausgeben zu können. Die dort geprägten kanadischen Sovereign-Goldmünzen erhielten den Prägebuchstaben C für Kanada. Im Laufe der Jahre vermischten sich dann aufgrund des internationalen Handels die Sovereigns der einzelnen Prägeländer.

Sovereign-Goldmünze – König Georg V

Seine Königliche Hoheit Prinz George Frederick Ernest Albert von Wales wurde am 03.06.1865 in London geboren. Aufgrund der internationalen Heiratspolitik seiner Großeltern war Georg ein Cousin des russischen Zaren Nikolaus II und des deutschen Kaisers Wilhelm II. Auf Wunsch seiner Großmutter Victoria wurde Georg am 06.07.1893 mit Maria von Teck vermählt. Obwohl es sich bei der Hochzeit um ein Arrangement handelte, entwickelte sich zwischen beiden eine innige Liebe, die bis zu ihrem Lebensende anhielt. Während des ersten Weltkrieges verschärften sich die Feindseligkeit gegenüber dem Britischen Königshaus. Es stand aufgrund der deutschen Verbindungen immer stärker in der Kritik. König Georg V sah sich zu einem beachtlichen Schritt gezwungen. Er gab alle deutschen Adelstitel auf und änderte seinen Namen von Sachsen-Coburg und Gotha in Windsor.

Das Portrait von König Georg V auf den Sovereign-Münzen wurde während der gesamten Prägezeit nur einmal sehr leicht verändert. Ab dem Jahre 1929 ist sein Kopf etwas schmaler mit marginal weiter geöffnetem Auge abgebildet.

Die Randschrift rund um das Portrait von Georg V lautet GEORGIVS V (Georg V), D.G. (Abkürzung für Dei Gratia bzw. von Gottes Gnaden), BRITT:OMN:REX (Britanniarum Omnium Rex bzw. König aller Briten), F.D. (Fidei Defensor bzw. Verteidiger des Glaubens), IND (Indiae bzw. von Indien), IMP (Imperator bzw. Kaiser).

Krügerrand – eine Erfolgsgeschichte in Rotgold

Der Krügerrand gilt als die erste und somit älteste rein zu Anlagezwecken geprägte Goldmünze. Sie wurde 1967 mit dem Ziel entwickelt, der allgemeinen Bevölkerung eben jene Vermögenswerte zugänglich zu machen, die durch den südafrikanischen Goldabbau gewonnen wurden. Der Nennwert eines Gold-Krügerrands wird traditionell in Unzen angegeben, um zu verdeutlichen, wie nah der Wert am tatsächlichen Goldpreis liegt. Auch garantiert die staatliche South African Reserve Bank jederzeit einen Ankauf zum jeweils tagesaktuellen Goldkurs.

Um die Münze lange handelbar und robust zu gestalten, besteht ein klassischer Krügerrand im Gegensatz zu den später entwickelten Feingold-Pendants wie Maple Leaf oder Australian Kangaroo aus der lange bewährten 22-Karat-Rotgoldlegierung mit Zugabe von 8,34% Kupfer. Da der Feingoldgehalt des Krügerrands exakt eine Feinunze (31,1g) beträgt, kommt er somit insgesamt auf ein Gewicht von 33,93g. Seit 1980 haben sich als Standardgrößen neben der typischen 1oz-Version die kleineren Größen 1/2oz, 1/4oz und 1/10oz etabliert. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Erfolgsmünze im Jahre 2017 sowie im darauffolgenden Jahr wurden die Sondergrößen 50oz, 5oz, 2oz, 1/20oz, 1/50oz sowie limitierte Sonderausgaben in Silber und Platin hergestellt. Ab August 2018 gibt es den Krügerrand nun offiziell auch als silberne Bullionmünze.

Die zeitlosen Motive auf Avers und Revers der Münze haben sich in den über 50 Jahren seit ihrer Einführung kaum verändert. Auf der Bildseite befindet sich seit jeher das Abbild von Paul Kruger – dem ehemaligen Präsidenten der Südafrikanischen Republik – umrahmt von der Landesbezeichnung auf Afrikaans und Englisch. Kruger dient ebenfalls als Namensgeber für die berühmteste Anlagemünze der Welt. Der zweite Teil des Namens geht auf die offizielle südafrikanische Währung Rand zurück.

Die Wertseite des Krügerrands zeigt das Wappentier Südafrikas – die afrikanische Springbock-Antilope „Randy“ – auf einem detaillierten Ausschnitt der Halbwüste Karoo. Oberhalb des Springbocks befindet sich der Name der Münze. Zu beiden Seiten des Wappentiers stehen links das Jahrhundert und rechts das Prägejahr. Der Steppenausschnitt wird von der zweisprachigen Angabe des Edelmetalls auf Afrikaans und Englisch und dem entsprechenden Gewicht in Unzen umfasst. Auf der silbernen Version der Bullionmünze befindet sich zusätzlich zur Gewichtsangabe der Nominalwert R1 – 1 Rand. Rechts der Steppe ist das Kürzel CLS des Bildhauers Coert Steynberg zu sehen, der das weltberühmte Springbockmotiv entwarf. Seit 2017 befindet sich links unterhalb der Antilope zudem der Miniaturschriftzug „Krugerrand“.

Von seiner Geburtsstunde an als optimal handelbare Ein-Unzen-Ausgabe wurde der Krügerrand bis heute bereits über 60 Mio. Mal in unterschiedlichen Ausführungen und Größen produziert. Seit die Deutsche Bank 1969 zum ersten internationalen Distributor der weltweit akzeptierten und handelbaren Bullionmünze wurde, geht nahezu jeder dritte Krügerrand nach Deutschland.

Sie erhalten den Krügerrand bei der ESG stets zum aktuellen Preis in Abhängigkeit vom jeweiligen Gold- oder Silberkurs.

Rand Refinery (Pty) Ltd.

Die südafrikanische Rand Refinery im Höhenzug Witwatersrand, der für seine enorm reichen Goldvorkommen bekannt ist, kann bereits auf fast 100 Jahre Geschichte zurückblicken. Sie wurde 1920 von der Transvaal Chamber of Mines gegründet, um das in den Minen Südafrikas gewonnene Gold und Silber zu raffinieren. Im Jahr darauf erlangte die Raffinerie für ihre 400-Unzen-Goldbarren erstmals die Akkreditierung für den Good Delivery Status der LBMA.

Seit der Gründung wurden durch die Rand Refinery nunmehr über 50.000 Tonnen Gold verarbeitet, was nahezu einem Drittel der bisher weltweit geförderten Menge entspricht. Bis heute hat sich die Edelmetallraffinerie einen beständig guten Ruf für ihre Vertrauenswürdigkeit und die tadellose Qualität geschaffen. Sie verfügt über Akkreditierungen an allen anerkannten Edelmetallbörsen der Welt und ist einer von nur fünf offiziellen Sachverständigen der LBMA.

Neben dem Schmelzen und der Raffination von Edelmetallen umfasst das Leistungsspektrum der Rand Refinery die Verarbeitung der Nichtedelmetalle Kupfer und Nickel sowie die Behandlung von leicht radioaktivem Material. Zudem bietet das Unternehmen die Logistik samt hochsicherem Transport und Verwahrung von hochwertigen Gütern und die Evaluierung und Analyse eben solcher. Auch die Herstellung von Halbzeugen für die Schmuckindustrie und von Rohlingen für Münzprägestätten wie die South African Mint sind Teil des breiten Geschäftsfeldes.

Höchste Anerkennung und Bekanntheit erlangte die Rand Refinery jedoch nicht zuletzt durch die Ausgabe des Krügerrands – der ersten und ältesten Goldmünze, die zu reinen Anlagezwecken geprägt wurde. Die Rohlinge der international meistgehandelten Anlagemünze werden ausschließlich von der Edelmetallraffinerie gefertigt, von der South African Mint mit äußerster Präzision geprägt und wiederum durch die Rand Refinery vermarktet.

Investment-Check: Goldmünzen

Schon seit vielen Jahrhunderten zählen Münzen zu den begehrtesten Sammelobjekten. Doch nicht nur passionierte Sammler, auch Anleger setzen seit geraumer Zeit auf diese Form des Edelmetalls. So wird zwischen Sammel- und Anlagemünzen unterschieden. „Anlagemünzen werden ähnlich wie Goldbarren vor allem zu Investmentzwecken gehandelt. Der Sammelgedanke ist hierbei untergeordnet“, erklärt Dominik Lochmann, Geschäftsführer der ESG.

Barren oder Münzen?

Als Anlagemünzen gelten sowohl eigens zu Investmentzwecken produzierte Münzen als auch ältere Umlaufgoldmünzen, die früher tatsächlich als Währung dienten. Letztere kommen allerdings nur infrage, wenn von ihnen noch eine hohe Stückzahl verfügbar ist, denn nur dann liegt ihr Wert dicht am Goldpreis. Gibt es von ihnen nur noch wenige Exemplare, fallen sie in die Kategorie der Sammelmünzen und werden über dem reinen Materialwert gehandelt. In einigen anderen Ländern zahlen Anleger auf Goldmünzen, anders als auf Barren, keine Steuern. In Deutschland spielt es letztendlich keine Rolle, ob sich Käufer für Goldmünzen oder für Barren entscheiden, denn Anlagegold ist hier in jeglicher Form steuerfrei. Wer Spaß am Sammeln hat, kann sein Edelmetallportfolio hierzulande also auch problemlos mischen. „Wir empfehlen immer, die Produkte zu kaufen, die am dichtesten am Goldpreis gehandelt werden. Bei einem späteren Verkauf bringt alles denselben Preis pro Gramm. Je günstiger Anleger einkaufen, umso höher ist nach einem Kursanstieg also ihr Gewinn“, weiß Dominik Lochmann.

Besonders begehrt

Als beliebte Anlagemünzen gelten die südafrikanischen Krügerrands, die kanadischen Maple Leafs und die australischen Känguru-Goldmünzen. Erstmals 1967 produziert, stellt der Krügerrand die wohl bekannteste Goldmünze der Welt dar. Aufgrund seiner 22 Karat Goldlegierung mit Kupferbeimischung gilt er außerdem als ausgesprochen robust. Maple Leaf und Känguru zählen mit einem hohen Goldgehalt von 999,9 zu den Feingoldmünzen. Beide sind ebenfalls international bekannt und werden dicht am Goldpreis gehandelt. Bei den Umlaufgoldmünzen gehören die alten preußischen Kaiserreich-Goldmünzen, die englischen Sovereigns, die Schweizer Vrenelis und die alten französischen Franc-Goldmünzen zu den Favoriten der Anleger. „Ihren Charme macht aus, dass sie vor langer Zeit tatsächlich als Währung genutzt wurden. Sie haben somit schon zwei Weltkriege und andere historische Ereignisse überstanden. Ob sich Anleger nun allerdings für eigens produzierte Investmentmünzen oder für die älteren Umlaufmünzen entscheiden, ist Geschmackssache“, erklärt Dominik Lochmann abschließend.

Die Silbermünze Maple Leaf

silbermapleleafCanadian Maple Leaf
Im Jahre 1988 brachte die Royal Canadian Mint erstmals eine Silbermünze speziell zu Anlagezwecken heraus. Diese Maple Leaf Münze zeigt ein Blatt des Nationalbaumes Kanadas auf der Motivseite, ein Ahornblatt. Die naturgetreue Abbildung des Ahornblattes verlieh der Münze auch deren Namen und vereinte Flora und Patriotismus zu einer der beliebtesten Silbermünzen überhaupt. Weiterlesen